Die Eigentümerstruktur von Legero United wird neu geordnet. Die SLE Schuh GmbH von Stefan Stolitzka hat den bislang von der ara AG gehaltenen Minderheitsanteil von 49,9 Prozent an der Legero Schuhfabrik GesmbH übernommen. Damit hält SLE nun 100 Prozent an dem österreichischen Schuhhersteller. Die Transaktion wurde zum 31. August 2026 vollzogen. Die Verbindung zwischen ara und Legero bestand seit 1997. Bislang hielt die SLE Schuh GmbH 50,1 Prozent, ara die übrigen 49,9 Prozent.
Für Legero United ist die Übernahme ein weiterer Schritt bei der strategischen Neuaufstellung. Erst im Juli hatte das Unternehmen den deutschen Kinderschuhspezialisten Vado übernommen. Damit umfasst das Markenportfolio inzwischen superfit, legero, Think! und Vado.
„Die hundertprozentige, alleinige Eigentümerschaft gibt uns die Möglichkeit, legero united als Familienunternehmen konsequent und mit langfristiger Perspektive weiterzuentwickeln“, erklärt Stefan Stolitzka. Zusammen mit der Vado-Übernahme sieht er den Anteilskauf als wichtigen Baustein, um Wachstum und Innovation voranzutreiben und die Unabhängigkeit des österreichischen Familienunternehmens zu stärken.
ara stärkt finanzielle Basis
Für ara ist der Verkauf Teil einer umfassenderen Neuordnung. Das Unternehmen hat nach eigenen Angaben gleichzeitig seinen Refinanzierungsprozess erfolgreich abgeschlossen. Durch den Verkauf der Legero-Beteiligung werde die finanzielle Basis gestärkt und zusätzlicher Spielraum für die Konzentration auf das Kerngeschäft geschaffen.
„Mit der erfolgreich abgeschlossenen Refinanzierung und dem Verkauf unserer Beteiligung schaffen wir die Voraussetzungen, die Transformation der ara konsequent fortzuführen“, sagt ara-CFO Sascha Müller. CEO Dr. Stefan Rassau kündigt an, die Ressourcen künftig stärker auf die Weiterentwicklung der Marke, der Produkte und der internationalen Aktivitäten zu konzentrieren.
Legero United beschäftigt rund 2.300 Mitarbeiter und vertreibt seine Marken in mehr als 40 Ländern. Für 2025 weist das Unternehmen Bruttoerlöse von 172 Millionen Euro und rund 4,9 Millionen verkaufte Paar Schuhe aus.




























