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Zukunftslösung für die Kanz-Gruppe

Investoren übernehmen Spielwaren Kurtz sowie S&D-Filialen

Zweieinhalb Monate, nachdem die Kanz Financial Holding GmbH und die Gesellschaften der Kanz-Gruppe einen Insolvenzantrag beim Amtsgericht Tübingen gestellt hatten, gibt es eine Zukunftslösung. Insolvenzverwalter Tobias Wahl ist es gelungen, im Zuge einer übertragenden Sanierung die Geschäftsbetriebe in den Bereichen Retail und Wholesale zu sichern sowie 190 Arbeitsplätze zu erhalten.

Die Spielwarenhäuser der Spielwaren Kurtz GmbH werden von der Bellybutton International GmbH übernommen. Der überwiegende Teil der Sons & Daughters-Filialen, die in verschiedenen Städten mit Schwerpunkten im süddeutschen Raum eine Einkaufswelt für Baby- und Kindermode sowie für Teenager anbieten, geht an die Fashion Accessoires & Bodywear GmbH, die zudem auch das Wholesale-Geschäft der Kanz-Gruppe und die Markenrechte an den Marken Döll, G.Lehmann, Kanz, Königsmühle, Lemmi, Lief! und Ticket To Heaven übernimmt.

„Ich freue mich sehr, dass wir trotz der extrem schwierigen Ausgangslage und der verschärften Bedingungen aufgrund der Corona-Pandemie eine gute Zukunftslösung für die Kanz-Gruppe finden konnten“, sagte Insolvenzverwalter Wahl. Besonders der Erhalt der traditionsreichen Spielwaren- und Kindermodefachgeschäfte sowie die Sicherung möglichst vieler Arbeitsplätze sei oberstes Ziel gewesen. Die Kaufverträge wurden bereits unterzeichnet. Über den Kaufpreis haben die Parteien Stillschweigen vereinbart.

In den Fachgeschäften für Baby- und Kindermode sowie für Spielwaren findet aktuell ein Räumungsverkauf statt. Ziel ist es, in den nächsten Wochen die Warensortimente wie zum Beispiel die Frühjahrs- und Sommerkollektionen zu niedrigen Preisen zu veräußern. Damit kann in einem ersten Schritt das Altgeschäft abgewickelt werden.

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