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Wenn der Postmann gar nicht klingelt

Herausforderungen für Online-Händler im Weihnachtsgeschäft

74 Prozent der deutschen Online-Händler befürchten, dass die bei ihnen in der Vorweihnachtszeit bestellten Waren stark verspätet bei den Kunden ankommen. Das geht aus der jährlichen Weihnachtsumfrage des Händlerbundes hervor, an der in diesem Jahr 357 Online-Händler teilnahmen. Auch coronabedingte Unterbrechungen der Lieferkette beim Einkauf bereiten Shop-Anbietern Sorgen.

Mit 45 Prozent liegt eine geringere Warenverfügbarkeit auf dem zweiten Platz, gefolgt von erhöhten Retourenquoten, vermutlich aufgrund unbeliebter Weihnachtsgeschenke, und Beschwerden von Kunden, um die sich jeweils etwa ein Viertel der Befragten Sorgen machen. Die Nachfrage sehen die wenigsten Umfrageteilnehmer als Problem: Lediglich 15 Prozent gaben an, sich um ausbleibende Kundschaft zu sorgen.

Angekurbelt werden soll diese auch in diesem Jahr vor allem durch Vergünstigungen. 32 Prozent der befragten Online-Händler bereiten sich mit der Einrichtung von Rabatten auf den weihnachtlichen Konsumansturm vor, 27 Prozent bieten Gutscheine an. Gerade letzteres dürfte dieses Jahr wichtig sein, planen doch laut Statista Global Consumer Survey 37 Prozent der Deutschen, dieses Jahr Geschenkgutscheine unter den Baum zu legen.

Die Vorweihnachtszeit gehört zu den umsatzstärksten und wichtigsten Zeiträumen für den deutschen Einzelhandel. Laut Analysen des Handelsverband Deutschlands wurde 2020 in den Monaten November und Dezember etwa 110 Milliarden Euro mit Geschenke-Shopping generiert, im gesamten Einzelhandel seien diese beiden Monate für knapp 18 Prozent des Jahresumsatzes verantwortlich gewesen.

 

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