HDE-Konsumbarometer im April
Die Konsumlaune in Deutschland hat sich im April weiter deutlich eingetrübt. Wie aus dem aktuellen Konsumbarometer des Handelsverband Deutschland (HDE) hervorgeht, erreicht die Verbraucherstimmung einen neuen Tiefpunkt in diesem Jahr. Bereits im März hatte sich eine Abschwächung abgezeichnet – nun setzt sich der Abwärtstrend fort.
Vor allem die steigende Sparneigung belastet die Aussichten für den privaten Konsum. Im Vergleich zum Vormonat planen die Verbraucher deutlich mehr Zurückhaltung bei Ausgaben. Eine spürbare Erholung bleibt damit vorerst aus. Hintergrund ist ein anhaltend unsicheres wirtschaftliches und politisches Umfeld, das viele Haushalte dazu veranlasst, ihre finanzielle Vorsorge zu stärken.
Auch die Einkommenserwartungen haben sich verschlechtert. Sie liegen aktuell auf dem Niveau von Ende 2025 und damit deutlich unter dem Vorjahreswert. Parallel dazu bleibt der konjunkturelle Ausblick pessimistisch: Die Erwartungen entsprechen etwa dem Stand vom Dezember und lassen einen erhofften Frühjahrsaufschwung ausbleiben.
Ein gemischtes Bild zeigt sich hingegen bei der Anschaffungsneigung, die trotz der insgesamt schwachen Konsumstimmung zuletzt wieder gestiegen ist. Dennoch überwiegen die Risiken: Diskussionen über mögliche Steuererhöhungen sowie die anhaltend angespannte geopolitische Lage drücken weiterhin auf die Kauflaune.
Insgesamt deutet das aktuelle Konsumbarometer auf ein wirtschaftlich herausforderndes Jahr hin. Eine nachhaltige Belebung des privaten Konsums ist nach Einschätzung des HDE in den kommenden Monaten nicht zu erwarten.








