794 Schuh- und 180 Lederwarenmarken präsentieren auf Micam und Mipel ihre Winterkollektionen
In Mailand läuft noch bis morgen die Schuhmesse Micam, auch dieses Mal wieder zeitgleich mit der Mipel und diversen Accessoire- und Fashionmessen. Nach einem etwas verhaltenen Start am Sonntag füllten sich die Hallen am Montag deutlich. Viele internationale Besucher, darunter auch aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, waren nach Mailand gekommen, um ihre Order für Herbst/Winter 26/27 durch modische Highlights zu ergänzen.
Die neue Hallenaufteilung sorgte bei dem einen oder anderen Besucher für Irritationen, aber auch dafür, neue Wege zu gehen. Und spannende, neue Kollektionen zu entdecken. „In schwierigen Zeiten wie diesen ist es noch wichtiger, sich rechtzeitig zu informieren, Inspirationen aufzunehmen, auszuwerten, um dann die perfekten Schuhe für sein Geschäft zu ordern“, bringt es Niek Jansen von der Rexor auf den Punkt.
Generell wünscht man sich in Italien noch mehr Besucher aus Deutschland. Und würde gern an frühere Zeiten, als Italien noch das ultimative Mekka für Schuhe und Mode war, anknüpfen. Mehr Budgets für Events und Aktionen, die die Lust auf „made in Italy“ fördern, wären notwendig, lassen viele italienische Hersteller verlauten. Wie man die Menschen wieder für Schuhe begeistern kann, wurde bei Brunate deutlich, die in diesem Jahr ihren 100. Geburtstag feiern.
Ein kleines Jubiläum auch beim deutschen Gemeinschaftsstand, der dieses Mal mit 26 Firmen in Halle 1 und 5 vertreten zum 10. Mal in Mailand vertreten war. HDS/L Hauptgeschäftsführer Torben Schütz ist mit der Messe zufrieden: „Wir sind glücklich hier zu sein, um hier unsere internationalen Kontakte zu pflegen und ausbauen zu können.“
Insgesamt präsentieren 794 Schuhmarken (402 internationale und 392 italienische) ihre Winterkollektionen. Rund 180 Lederwarenmarken sind ebenfalls vertreten, davon zwei Drittel italienische. Gleichzeitig findet The One Milano mit 118 Marken am selben Standort statt.
Modisch liegen Stiefel und Stiefeletten im Trend. Brauntöne und handwerkliche Macharten sind auf dem Vormarsch. Eines ist sicher: Mailand beweist einmal mehr, dass die Mode femininer wird. Und angezogen. Im wahrsten Sinne des Wortes.
Dr. Claudia Schulz















