Rückläufiges Footwear-Segment prägt Quartal
Der Sportartikelhersteller Puma ist mit einem insgesamt stabilen ersten Quartal in das Geschäftsjahr 2026 gestartet. Während der Umsatz leicht zurückging, konnte das Unternehmen beim operativen Ergebnis deutlich zulegen. Getragen wurde die Entwicklung vor allem vom schnellen Abbau von Lagerbeständen sowie von Kosteneffekten im operativen Geschäft.
Der währungsbereinigte Umsatz sank um 1,0 Prozent auf 1,86 Milliarden Euro. In Euro gerechnet fiel der Rückgang mit 6,3 Prozent stärker aus. Gleichzeitig wurde die Umsatzentwicklung durch den gezielten Abverkauf von Vorräten gestützt, insbesondere im Großhandel.
Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) stieg um 19,6 Prozent auf 51,9 Millionen Euro. Bereinigt um Sondereffekte lag es noch höher. Die Bruttomarge verbesserte sich auf 47,7 Prozent. Nach Unternehmensangaben waren dafür unter anderem niedrigere Frachtkosten, ein veränderter Vertriebsmix sowie die Auflösung von Lagerwertberichtigungen ausschlaggebend.
„Solider Start ins Übergangsjahr“
Konzernchef Arthur Hoeld ordnete die Entwicklung als stabilen Auftakt in eine Umbruchphase ein. „Operativ sind wir solide in unser Übergangsjahr 2026 gestartet“, sagte er. Besonders der Lagerabbau habe sich positiv entwickelt und schneller vollzogen als erwartet.
Zugleich verwies Hoeld auf strukturelle Anpassungen: „Wir konnten unsere Lagerbestände schneller als geplant abbauen, haben unser Produktportfolio und operative Ineffizienzen reduziert.“ Der Fokus liege nun auf Effizienz, Kostenkontrolle und der Weiterentwicklung des Geschäftsmodells.
Schuhsegment mit Rückgang – Performance-Bereiche wachsen
Im wichtigsten Produktsegment Schuhe verzeichnete Puma einen Rückgang um 2,3 Prozent. Damit bleibt das Footwear-Geschäft zwar zentral, entwickelt sich im ersten Quartal jedoch uneinheitlich. Während klassische Lifestyle- und Core-Modelle unter Druck standen, zeigte sich ein anderes Bild in den Performance-Bereichen. Besonders Running und Training entwickelten sich positiv, unterstützt durch die Nachfrage nach Nitro-Produkten sowie dem wachsenden Hyrox-Umfeld.
Auch in der Textilsparte gab es ein leichtes Wachstum. Impulse kamen unter anderem aus dem Fußballgeschäft, etwa durch Trikotverkäufe im Zusammenhang mit der kommenden Fußball-Weltmeisterschaft. Der Bereich Accessoires blieb insgesamt stabil.
Lagerabbau und Vertriebskanäle im Fokus
Ein zentraler Treiber der Quartalsentwicklung bleibt der Abbau von Lagerbeständen. Diese gingen im Jahresvergleich um 8,6 Prozent zurück. Das Unternehmen sprach davon, dass sich dieser Prozess besser als geplant entwickle und eine Normalisierung bis Ende 2026 erwartet werde.
Im Vertrieb zeigte sich eine zunehmende Verschiebung in Richtung Direktgeschäft. Während der Großhandel zurückging, legte der Direktvertrieb um 3,8 Prozent zu. Besonders die eigenen Stores und der Onlinehandel trugen dazu bei.
Ausblick bleibt zurückhaltend
Für das Gesamtjahr 2026 bestätigte Puma seine Prognose. Erwartet wird ein währungsbereinigter Umsatzrückgang im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich sowie ein negatives operatives Ergebnis. Das Unternehmen sieht das laufende Jahr weiterhin als Übergangsphase. Ziel sei es, die Kostenstruktur zu verbessern, das Sortiment zu straffen und die Vertriebseffizienz zu erhöhen. Hoeld betonte in diesem Zusammenhang, man sei „auf einem guten Weg, Puma als eine Top-3-Sportmarke weltweit zu etablieren“.








