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Pasito-Fricker ist insolvent

Schweizer Schuhhändler schließt alle 23 Filialen

Der Schweizer Schuhfilialist Pasito-Fricker AG mit Sitz in Spreitenbach ist insolvent. Wegen des Lockdowns hatte das Unternehmen über Wochen keine Umsätze mehr erzielen können. Bereits vor der Coronakrise hatte Pasito-Fricker unter dem Einkaufstourismus und der starken Online-Konkurrenz gelitten. Trotz Bemühungen habe das Unternehmen keinen Überbrückungskredit von den Banken erhalten, teilte Verwaltungsratspräsident John Ammann mit. Damit sei die Überschuldung Tatsache und der Gang zum Konkursrichter nötig geworden. Die Restrukturierungen in den vergangenen Jahren seien durch den Stillstand in den letzten zwei Monaten zunichte gemacht worden, bedauert Ammann. Die Schuhhandelskette ist in der Deutschschweiz und im Tessin mit den Marken Fricker, Crispino und Pasito präsent.

Die 23 Filialen der Pasito-Fricker AG sind am Freitag den 15.5. geschlossen worden. 69 Mitarbeiter sind vom Konkurs betroffen. Laut Ammann prüft das Unternehmen, wie es die Mitarbeiter bestmöglich bei der Stellensuche unterstützen könne.

Vor zwei Jahren hatte der damalige Eigner von Pasito-Fricker, Guido Fluri, seinen Anteil an der damals defizitären Schuhhandelskette auf eine Minderheit reduziert. Seither hatten Privatinvestoren aus dem Ausland das Sagen. Anfang 2014 hatte Fluri das Unternehmen für fünf Millionen Franken von der deutschen Ludwig-Görtz-Gruppe gekauft. Görtz hatte den Konkurrenten seinerseits erst im Frühjahr 2010 von der Garant Schuh + Mode AG übernommen. Damals betrieb die Schuhkette noch 60 Geschäfte.

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