Effizienz, Nachhaltigkeit und Wiederverwendung von Einrichtung prägen die Investitionsstrategien im Fachhandel
Trotz hoher Kosten und einer fragilen Wirtschaftslage investiert der deutsche Einzelhandel weiter in seine stationären Geschäfte. Während die Netto-Expansion neuer Filialen insgesamt gering ist, liegt der Fokus auf der Optimierung bestehender Standorte. Besonders bei textilen Fachgeschäften, Schuh- und Sporthandelsläden zeigt sich ein Trend zu effizienteren Konzepten bei gleichzeitig hohem Anspruch an Wareninszenierung.
Laut der EHI-Studie „Laden-Monitor 2026“ sind die Kosten für die Neueinrichtung eines Fachgeschäfts im Textil-, Schuh- und Sporthandel seit 2023 um 9,6 Prozent auf 590 Euro pro Quadratmeter Verkaufsfläche gesunken. Gleichzeitig setzen die Händler verstärkt auf effiziente Nutzung bestehender Einrichtungen und preisgünstigere Materialien, um das Ladenbild attraktiv zu halten. Die Zyklen für Komplettumbauten liegen hier im Schnitt bei rund 8,9 Jahren.
Nachhaltigkeit gewinnt zunehmend an Bedeutung. Im Durchschnitt werden nach Umbauten 50 Prozent der Einrichtungen weiterverwendet. 42 Prozent der Befragten arbeiten bereits mit zirkularen Systemen oder kooperieren mit Lieferanten, die solche Lösungen anbieten. Die Materialauswahl und Planung berücksichtigt neben Kosteneffizienz auch Langlebigkeit und Recyclingfähigkeit.
„Im Textilhandel zeigt sich, dass es möglich ist, hochwertige Warenpräsentation mit effizienter, nachhaltiger Planung zu verbinden“, erklärt Claudia Horbert vom EHI, Expertin für Store Design. Die wachsenden Anforderungen an Innovation und Beratungsleistung der Lieferanten treiben zudem Wechsel und Ergänzungen im Lieferantenpool voran.








