Das Gütersloher Modeunternehmen Marc Aurel hat sein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung abgeschlossen. Die Fortführung wird durch die Hamburger Beteiligungsgesellschaft MKCP gesichert, die bereits vor Beginn des Verfahrens Gesellschafterin des Damenmodeanbieters war. Rund 90 Arbeitsplätze sollen erhalten bleiben.
Über die finanziellen und vertraglichen Einzelheiten der Investorenlösung machte das Unternehmen keine Angaben. Der Gläubigerausschuss hatte dem Konzept zuvor zugestimmt. Marc Aurel hatte im Frühjahr 2026 ein Eigenverwaltungsverfahren beantragt, das am 1. Mai eröffnet worden war.
Der Geschäftsbetrieb wurde während der Sanierung nach Unternehmensangaben ohne Unterbrechung fortgeführt. Die Auslieferung der aktuellen Herbst-/Winterkollektion laufe planmäßig, gleichzeitig befinde sich die Frühjahr-/Sommerkollektion 2027 bereits in der Vororder.
Mit MKCP bleibe ein Gesellschafter an Bord, der das Unternehmen, die Marke und den Markt bereits seit mehreren Jahren kenne. Finanzielle Unterstützung kam nach Angaben von Marc Aurel auch von den Gläubigern und der Sparkasse.
Marc Aurel beschäftigte vor Beginn des Verfahrens rund 100 Mitarbeiter. Etwa ein Dutzend Beschäftigte sollen das Unternehmen im Verlauf der Sanierung verlassen haben. Im Jahr 2024 erzielte der Womenswear-Anbieter einen Umsatz von rund 25 Millionen Euro. Im Folgejahr war der Umsatz gesunken und das Unternehmen in die Verlustzone geraten.




























