Die insolvente Deko-Kette Depot plant offenbar einen deutlich größeren Stellen- und Filialabbau als bislang bekannt. Von den 155 Geschäften, mit denen das Unternehmen im Mai in das Eigenverwaltungsverfahren gegangen war, sollen künftig nur noch rund 50 Standorte erhalten bleiben. Neben den Filialen will Depot weiterhin auf den Onlinehandel und Shop-in-Shop-Flächen setzen.
Im Juni hatte das Unternehmen zunächst die Schließung von 66 Geschäften angekündigt. Nach Medienberichten sollen nun weitere 39 Filialen aufgegeben werden. Insgesamt würde sich das Netz damit um 105 Standorte verkleinern.
Gleichzeitig wurden zum 1. August rund 330 Beschäftigte freigestellt. Betroffen sind demnach etwa 220 Mitarbeiter aus den Filialen sowie 110 Beschäftigte aus der Zentrale und dem Außendienst. Die Juli-Gehälter werden noch über das Insolvenzgeld abgesichert. Für die Zeit danach reichen die verfügbaren Mittel offenbar nicht mehr aus.
Die GDC Deutschland GmbH, die das Depot-Filialgeschäft betreibt, hatte im Mai beim Amtsgericht Aschaffenburg ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung beantragt. Das Unternehmen beschäftigte zu diesem Zeitpunkt rund 1.200 Mitarbeiter. Es ist bereits die zweite Insolvenz innerhalb von zwei Jahren.
Im ersten Verfahren im Jahr 2024 hatte Depot rund 250 Geschäfte geschlossen und etwa 2.000 Stellen gestrichen. Ende 2021 betrieb die Gruppe noch rund 500 Filialen in Deutschland und beschäftigte mehr als 6.000 Menschen.
Als Gründe für die erneute Krise hatte Geschäftsführer Christian Gries unter anderem gestiegene Importzölle, den Wettbewerb durch asiatische Onlineplattformen und die anhaltende Kaufzurückhaltung der Verbraucher genannt.




























