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Galeria: Verfahren in Eigenverwaltung eröffnet

Galeria-Filiale an der Frankfurter Zeil
Galeria-Filiale an der Frankfurter Zeil

Weiterhin keine Informationen zur Anzahl der Filialschließungen

Das Amtsgericht Essen hat heute das Verfahren in Eigenverwaltung über den Warenhauskonzern Galeria eröffnet, nachdem der Plan fristgerecht bei Gericht eingereicht worden war. Zuvor habe der vorläufige Gläubigerausschuss einstimmig für die Fortsetzung der Eigenverwaltung gestimmt, teilte das Unternehmen mit. Weiterhin nicht mitgeteilt wurde weder die Anzahl der geplanten Filialschließungen noch die der betroffenen Mitarbeiter.

Wie das Handelsblatt kürzliche berichtet hatte, könnten nur 48 Galeria-Filialen bestehen bleiben. Aktuell verhandelt das Unternehmen mit Vermietern. Insbesondere von deren Zugeständnissen hänge vielfach noch ab, welche konkreten Filialen geschlossen, fortgeführt oder eventuell an einen Erwerber übertragen werden können.

Immerhin so viel wurde mitgeteilt: Alle weiter bestehenden Galeria-Filialen sollen modernisiert und auf das neue Konzept umgestellt werden, das stärker auf die lokalen Bedürfnisse ausgerichtet sei. Dazu zählten eine Verzahnung von Mobile-, Online- und Filialkaufmöglichkeiten. Die Attraktivität der Standorte soll durch die Einbindung „kundenrelevanter Services“ wie Versicherungen, Schneidereien, Reinigungen oder Bürger-Services gesteigert werden. Dieser Ansatz habe sich bereits in der Modellfiliale in Kassel erfolgreich bewährt, so der Konzern in einer Mitteilung.

Generalbevollmächtigter im Sanierungsverfahren bleibt Arndt Geiwitz. Dr. Frank Kebekus ist zum Sachwalter des eröffneten Verfahrens bestellt worden. „Fokussierung, Priorisierung, Effizienz und Schnelligkeit sind die klaren Leitplanken, die nun vom Management konsequent umgesetzt werden müssen“, so Geiwitz. „Wenn das gelingt, hat Galeria in Deutschland eine positive Zukunft.“

Dazu strebe Galeria unter anderem eine führende Position in den wichtigen Segmenten Bekleidung, Beauty und Home an. Die stationären Warenhäuser von Galeria sollen mithilfe eines attraktiven Gastronomie-Angebots zum lokalen Treffpunkt in der Innenstadt werden.

Die Filialen werden in fünf Vertriebsregionen unterteilt. Diese erhalten mehr Eigenständigkeit in Bezug auf Prozesse, Abläufe, Sortimente, Personalplanung und -führung. Die Strukturen sollen effizienter mit den Abläufen der Zentrale, dem sogenannten Service Center, verzahnt sein.

Laut Sachwalter Dr. Frank Kebekus habe Galeria „ein tragfähiges Konzept vorgelegt, das die Interessen aller Beteiligten berücksichtigt. Es bestehen daher nach meiner Einschätzung sehr gute Chancen, dass auch die Gläubigerversammlung, die voraussichtlich Ende März stattfinden wird, dem Plan zustimmen wird.“

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