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Dr. Martens setzt auf DTC

Britische Schuhmarke fährt Rekordergebnisse ein

Der britische Schuhhersteller Dr. Martens hat für das Geschäftsjahr 2022/23 einen Gewinnsprung vermeldet und seine Prognose für das Umsatzwachstum im nächsten Jahr angehoben. Das Unternehmen, das seit dem vergangenen Jahr an der Londoner Börse notiert ist, hat mit 14,1 Millionen Paar (+10 Prozent) mehr Schuhe verkauft als je zuvor.

Der Umsatz stieg in dem Ende März endenden Geschäftsjahr Jahr um 18 Prozent auf 908,3 Millionen Britische Pfund (1,07 Milliarden Euro). Der Nettogewinn verfünffachte sich von 34,7 auf 181,2 Millionen Pfund (212,8 Millionen Euro).

Die einst von Punks und Skinheads verehrte Marke will künftig vermehrt auf das Direct-to-Consumer-Geschäft (DTC) setzen. Entsprechend erhöhten sich die Erlöse im eigenen Einzelhandel um 34 Prozent auf 448,0 Millionen Pfund, das Großhandelsgeschäft legten dagegen nur um fünf Prozent auf 460,3 Millionen Pfund zu. Das lag auch daran, dass im Berichtszeitraum weltweit 24 neue Läden eröffnet wurden. Insgesamt gibt es 158 Dr. Martens-Stores. Im laufenden Jahr will Dr. Martens das Expansionstempo nun weiter erhöhen und peilt 25 bis 35 Neueröffnungen an. Noch macht der Wholesale mit rund 51 Prozent den größten Anteil am Umsatz aus, doch Mittelfristig soll das DTC-Geschäft einen Umsatzanteil von 60 Prozent erreichen.

Getragen wurde das Wachstum von den Regionen EMEA (Europa, Nahost, Afrika) mit einem Umsatzanstieg um 19 Prozent auf 398,5 Millionen Pfund und Amerika, wo der Umsatz sogar um 29 Prozent auf 382,7 Millionen Pfund stieg. Wegen schärferer Corona-Schutzmaßnahmen in China gingen die Erlöse im asiatisch-pazifischen Raum um zehn Prozent auf 127,1 Millionen Pfund zurück.

Laut Dr. Martens-CEO Kenny Wilson seien die starken Ergebnisse trotz pandemiebedingter Schwierigkeiten in den Lieferketten erreicht worden. So waren beispielsweise die Fabriken in Vietnam, in denen ein Drittel der Dr. Martens-Schuhe gefertigt werden, drei Monate lang geschlossen. Aufgrund der gestiegenen Inflation kündigte Dr. Martens ab Juli Preiserhöhungen für Stiefel in Höhe von zehn Euro an.

Im laufenden Jahr will das Unternehmen erneut im hohen Zehnerprozentbereich zulegen.

 

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