Expansion und Wachstum auch in Deutschland
Der Sportartikelhändler Decathlon hat im Geschäftsjahr 2025 Umsatz und Ergebnis deutlich gesteigert. Das währungsbereinigte Bruttowarenvolumen (GMV) erhöhte sich um 7,1 Prozent auf 20,7 Milliarden Euro, der Nettoumsatz lag mit 16,8 Milliarden Euro um 4 Prozent über dem Vorjahreswert. Auch die Profitabilität entwickelte sich positiv: Das EBITDA stieg um 21 Prozent auf 1,8 Milliarden Euro, der Nettogewinn um 16 Prozent auf 910 Millionen Euro.
Als Treiber der Entwicklung nennt das Unternehmen sein integriertes Geschäftsmodell aus Entwicklung, Produktion und Vertrieb sowie die internationale Aufstellung in über 80 Ländern. Weltweit betrieb Decathlon zum Jahresende 1.902 Filialen und verkaufte insgesamt rund 1,23 Milliarden Produkte. Der Anteil des digitalen Geschäfts lag bei rund 20 Prozent.
Auch in Deutschland setzte Decathlon seinen Expansionskurs fort. Hierzulande betreibt das Unternehmen aktuell mehr als 100 Filialen und baut seine Präsenz weiter aus. Neben klassischen Standorten setzt der Händler zunehmend auf Kooperationen mit anderen Handelsunternehmen, um Flächen in bestehenden Frequenzlagen zu erschließen. Dazu zählen unter anderem sogenannte Store-in-Store-Konzepte, bei denen Verkaufsflächen innerhalb bestehender Handelsimmobilien integriert werden. Ziel ist es, die Sichtbarkeit in Innenstädten zu erhöhen und zusätzliche Kundengruppen zu erreichen.
Parallel zur stationären Expansion treibt Decathlon auch die Weiterentwicklung seiner Vertriebsstruktur voran. In Deutschland soll das Filialnetz mittelfristig weiter ausgebaut werden; perspektivisch werden hierzulande bis zu 150 Standorte angestrebt.
Neben dem Wachstum rückte 2025 auch das Thema Nachhaltigkeit weiter in den Fokus. Der Anteil von Produkten mit Ecodesign-Ansatz lag konzernweit bei 53,9 Prozent des Umsatzes. Zudem konnte Decathlon seine absoluten CO₂-Emissionen seit 2021 um 16 Prozent senken. Das Unternehmen verkauft inzwischen auch verstärkt gebrauchte Produkte – 2025 waren es rund 1,6 Millionen Artikel – und bietet Reparaturservices in einem Großteil seiner Filialen an. Ein hoher Anteil des Energieverbrauchs entfällt mittlerweile auf erneuerbare Quellen.








