Bär übernimmt Komfortschuhmarke Ströber

Christof Bär (links) und Alex Ströber freuen sich über den Neustart.
Christof Bär (links) und Alex Ströber freuen sich über den Neustart.

Traditionsmarke kehrt nach Insolvenz in den Markt zurück

Die Komfortschuhbranche erlebt eine bemerkenswerte Rückkehr: Die Marke Ströber wird nach ihrer Insolvenz vom süddeutschen Unternehmen Bär GmbH übernommen und strategisch neu aufgestellt. Ziel sei es, die Stärken beider Marken zu bündeln und Ströber wieder dauerhaft im europäischen Fachhandel zu etablieren.

Insolvenz als Wendepunkt

Die Übernahme folgt auf eine wirtschaftlich schwierige Phase: Im Herbst 2025 wurde über das Vermögen der Alex Ströber GmbH ein Insolvenzverfahren eröffnet. Kurz darauf erfolgte die Abwicklung des Unternehmens. Hintergründe dürften – wie in der Branche derzeit häufig – in einer Kombination aus gestiegenen Kosten, zurückhaltendem Konsum und strukturellem Druck im stationären Handel liegen. Mit dem Einstieg von Bär erhält die Marke nun jedoch eine neue Perspektive.

Fokus auf Markenkern und Kontinuität

Bär setzt bei der Integration bewusst auf Kontinuität. Zentrale Merkmale wie Passformen, Leisten, Größenlogik sowie die bekannte Material- und Verarbeitungsqualität sollen erhalten bleiben. Auch etablierte Modelle bleiben im Sortiment oder werden neu aufgelegt.

„Das bleibt, wie Sie es kennen und schätzen. Gleichzeitig entstehen durch die Zusammenführung beider Marken in unserer eigenen Produktion neue Möglichkeiten für Entwicklung und Innovation“, erklärt Geschäftsführer Christof Bär. Zusätzlich wurde ein Kernteam von neun ehemaligen Ströber-Mitarbeitern übernommen, um Know-how und Markenidentität zu sichern.

Synergien in Produktion und Vertrieb

Künftig werden die Ströber-Modelle in der eigenen Fertigung von Bär produziert. Dadurch sollen Prozesse effizienter gestaltet und die Lieferfähigkeit verbessert werden. Erwartet werden unter anderem stabilere Warenverfügbarkeiten, perspektivisch kürzere Lieferzeiten sowie Fortschritte bei Materialien und Farbkonzepten.

Auch im Vertrieb will man moderner werden: Optimierte Bestellprozesse und eine engere Betreuung des Fachhandels stehen im Fokus. Als zentraler Ansprechpartner für beide Marken fungiert künftig B2B Sales Manager Tristan-Sebastian Nitsche.

Rückkehr in den Markt gestartet

Der Marktrestart ist bereits angelaufen: In der Schweiz ist Ströber wieder verfügbar, das Lagerprogramm soll ab April 2026 lieferbar sein. Parallel läuft die Orderphase für die Herbst/Winter-Saison 2026. Auch aus Sicht der Gründerfamilie wird der Schritt positiv bewertet. „Meine Marke ist in guten Händen“, wird Alex Ströber zitiert.

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