Die Schuhhaus Drews GmbH zieht sich nach mehreren Jahrzehnten vollständig aus dem stationären Schuhhandel zurück. Das von Claudia Jung geführte Unternehmen wird seine zuletzt neun Schuh-Mann-Filialen schrittweise schließen. Standorte in Rietberg, Warburg und Northeim sind bereits aufgegeben worden beziehungsweise befinden sich in der Abwicklung. Nun folgen unter anderem Holzminden, Alfeld und Bad Driburg.
Ab Januar sollen nach Angaben von Jung nur noch die Geschäfte in Einbeck, Osterode und Hann. Münden übrig bleiben. Auch diese drei Filialen sollen Mitte 2027 schließen. Damit endet das operative Filialgeschäft der 1987 von Erwin Drews gegründeten Schuhhaus Drews GmbH. Jung hatte die Führung des Familienunternehmens 2013 nach dem Tod ihres Mannes Johannes Drews übernommen.
Als Grund für den Rückzug nennt die Unternehmerin die zunehmend schwierigen Perspektiven des stationären Schuhhandels. Steigende Personal-, Energie- und Transportkosten, regulatorische Belastungen und der Onlinehandel spielten dabei ebenso eine Rolle wie die Entwicklung einzelner Innenstädte. Die Entscheidung erfolge nach ihren Angaben aus einer wirtschaftlich gesunden Situation heraus; sie wolle das Geschäft geordnet beenden, bevor das Unternehmen in Schwierigkeiten gerate.
Drews ist eines von sechs familiengeführten Einzelhandelsunternehmen hinter der Schuh-Mann-Gruppe. Die Aufgabe der Drews-Filialen bedeutet daher nicht das Ende von Schuh-Mann: Das Verbundkonzept betreibt aktuell nach eigenen Angaben 136 Geschäfte in Deutschland und führt mehr als 100 Marken.




























