Adidas baut seine „Local for Local“-Strategie weiter aus. Ziel ist es, Produkte schneller und gezielter auf die Bedürfnisse der Verbraucher in den einzelnen Märkten auszurichten. Nach Einschätzung der HSBC-Analystin Anne-Laure Bismuth werden bei diesem Ansatz teilweise bis zu 90 Prozent der Waren lokal beschafft. Besonders in China zahle sich die stärkere Lokalisierung bereits aus.
Adidas selbst beschreibt Greater China als wichtigstes Beispiel für die Strategie. Dort wurden Entwicklungs- und Beschaffungsstrukturen so aufgebaut, dass Produkte mit deutlich kürzeren Vorlaufzeiten auf den Markt gebracht werden können. Nach Unternehmensangaben wird inzwischen die überwiegende Mehrheit der für den chinesischen Markt bestimmten Produkte auch in China gefertigt. Neben China wird der Ansatz unter anderem in Indien, Brasilien und Argentinien ausgebaut.
Gleichzeitig erhalten die regionalen Teams mehr Entscheidungsspielraum bei Sortimenten, Produkten, Partnerschaften und Marketingaktivitäten. Neben der Zentrale in Herzogenaurach unterhält Adidas dafür Produktentwicklungsressourcen unter anderem in Shanghai, Tokio, Portland und Los Angeles.
In China zeigte die Strategie zuletzt Wirkung: Der währungsbereinigte Umsatz der Marke Adidas stieg dort 2025 um 13 Prozent. Auch für 2026 erwartet das Unternehmen weitere Marktanteilsgewinne und ein niedrig zweistelliges währungsbereinigtes Umsatzwachstum in Greater China. Langfristig verfolgt Adidas nach Angaben der HSBC-Analystin das Ziel, in allen Märkten nach Marktanteil die führende Marke zu werden.




























