Converse hat nach einem Bericht von Bloomberg seine Marketingaktivitäten vorübergehend gestoppt. Auslöser ist eine Kampagne für den Chuck 70 X mit der südkoreanischen Sängerin Karina von Aespa, deren Bildsprache in sozialen Medien mit Symbolik des Ku-Klux-Klans und Lynchjustiz in Verbindung gebracht wurde. Die Anzeige wurde inzwischen entfernt. Converse entschuldigte sich und erklärte, das Motiv hätte nicht verwendet werden dürfen.
CEO Aaron Cain kündigte gegenüber den Beschäftigten zudem eine Überprüfung der internen Prozesse an. Das Management wolle insbesondere prüfen, wie Kampagnen künftig mit einem kritischeren Blick bewertet und freigegeben werden.
Der Vorgang trifft Converse in einer wirtschaftlich schwierigen Phase. Im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2026 sank der Umsatz der Marke währungsbereinigt um 34 Prozent auf 244 Millionen US-Dollar. Im Gesamtjahr gingen die Converse-Erlöse um 32 Prozent auf 1,2 Milliarden Dollar zurück. Nike führt die Rückgänge auf eine schwächere Entwicklung in sämtlichen Regionen zurück.
Reuters zufolge verzeichnet Converse inzwischen seit 13 Quartalen in Folge Umsatzrückgänge. Bereits im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2026 waren die Erlöse währungsbereinigt um 37 Prozent gesunken.




























