Im Tarifstreit des hessischen Einzel- und Versandhandels haben sich Arbeitgeber und Gewerkschaft ver.di auf einen Abschluss verständigt. Für die rund 240.000 Beschäftigten steigen die Löhne und Gehälter rückwirkend zum 1. Juli 2026 zunächst um drei Prozent. Zum 1. April 2027 folgt eine weitere Erhöhung um zwei Prozent. Die Laufzeit beträgt 25 Monate.
Auch die unteren Entgeltgruppen werden stärker angehoben. Der tarifliche Mindestlohn steigt zunächst auf 14,20 Euro und ab April 2027 auf 14,90 Euro pro Stunde. Zudem soll die Ausbildungsvergütung überproportional erhöht werden. Künftig soll außerdem die Entgeltumwandlung für ein Dienstfahrrad auch in Betrieben ohne Betriebsrat möglich sein.
„Der hessische Handel kämpft nun seit Jahren mit strukturellen Herausforderungen und befindet sich in wirtschaftlich schwierigen Zeiten“, sagt Nico Lehm, Vorsitzender der Tarifkommission des Handelsverbands Hessen. Der Abschluss schaffe nun Planungssicherheit für die kommenden zwei Jahre.
Der Einigung waren monatelange Verhandlungen und mehrere Streiks vorausgegangen. Das Ergebnis steht noch unter einer Erklärungsfrist bis zum 11. September 2026.




























