Der Handelsverband Deutschland (HDE) und die Gewerkschaft der Polizei (GdP) fordern ein entschiedeneres Vorgehen gegen Ladendiebstahl. Nach Angaben der Verbände entsteht dem Einzelhandel dadurch jährlich ein Schaden von mehr als drei Milliarden Euro. Die Belastung habe 2026 einen neuen Höchststand erreicht.
Besonders problematisch seien gewerbsmäßig und bandenmäßig organisierte Taten. HDE und GdP schätzen, dass etwa ein Drittel der Ladendiebstähle diesen Formen zuzurechnen ist. Zugleich bleibe ein Großteil der Delikte unentdeckt; das Dunkelfeld liege bei über 98 Prozent.
Die Verbände fordern deshalb eine bessere personelle und technische Ausstattung von Polizei, Staatsanwaltschaften und Gerichten. Zudem sollen offene Videoüberwachung im Handel rechtssicher möglich und die Voraussetzungen für KI-gestützte Videoanalysen geprüft werden.
Weitere Forderungen betreffen Schwerpunktstaatsanwaltschaften für organisierte Ladendiebstähle, einen besseren Informationsaustausch zwischen Behörden sowie eine konsequentere Vermögensabschöpfung bei organisierter Kriminalität. Auch die internationale Zusammenarbeit der Sicherheitsbehörden soll ausgebaut werden.



























