Weltweite Schuhproduktion bleibt 2025 stabil

China verliert bei den Exporten weiter Marktanteile an Vietnam

Die weltweite Schuhproduktion hat sich 2025 kaum verändert. Nach Angaben des neuen „World Footwear Yearbook 2026“ wurden insgesamt 24,6 Milliarden Paar hergestellt. Das entspricht einem leichten Plus von 0,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Produktionszahlen für 2024 wurden rückwirkend nach oben korrigiert und weisen nun ein Wachstum von knapp zehn Prozent aus.

Das Volumen des internationalen Schuhhandels ging 2025 geringfügig um 0,1 Prozent zurück. Der Wert der weltweiten Exporte stieg dagegen um 1,6 Prozent auf 172 Milliarden US-Dollar. Herausgeber des Jahrbuchs ist der portugiesische Schuhverband Apiccaps.

Produktion konzentriert sich weiter auf Asien

Asien dominiert die weltweite Schuhherstellung mit einem Anteil von 88,7 Prozent. China bleibt mit 13,7 Milliarden Paar und einem Weltmarktanteil von 55,6 Prozent mit großem Abstand der wichtigste Produktionsstandort.

Indien festigte mit drei Milliarden Paar beziehungsweise 12,2 Prozent den zweiten Platz. Vietnam steigerte seine Produktion auf 1,7 Milliarden Paar und erreichte damit einen Anteil von 6,7 Prozent. Außerhalb Asiens sind mit Brasilien und Mexiko lediglich zwei Länder unter den zehn größten Schuhproduzenten vertreten. Brasilien kommt auf einen Anteil von 3,4 Prozent, Mexiko auf 0,9 Prozent.

Asien gewinnt auch als Absatzmarkt an Bedeutung

Neben der Produktion verlagert sich auch der Konsum zunehmend nach Asien. Auf den Kontinent entfielen 2025 bereits 56 Prozent des weltweiten Schuhverbrauchs. Größter nationaler Absatzmarkt blieb China mit 4,8 Milliarden Paar, gefolgt von Indien mit 2,8 Milliarden und den USA mit 1,95 Milliarden Paar.

Beim Pro-Kopf-Verbrauch bestehen jedoch deutliche regionale Unterschiede. In Nordamerika wurden durchschnittlich 4,6 Paar pro Person gekauft, in Europa 4,1 Paar. In Afrika lag der Wert lediglich bei 1,6 Paar.

Vietnam gewinnt Exportanteile

China bleibt auch der mit Abstand größte Schuhexporteur. Das Land führte 2025 rund neun Milliarden Paar aus. Sein Anteil am weltweiten Exportvolumen sank jedoch innerhalb von zehn Jahren von 69,1 auf 61,2 Prozent.

Zu den wichtigsten Gewinnern dieser Entwicklung zählt Vietnam, dessen Exportanteil inzwischen bei 11,2 Prozent liegt. In Europa spielen Deutschland, Belgien und die Niederlande vor allem als Logistik- und Reexportstandorte eine bedeutende Rolle. Deutschland belegt beim Exportvolumen weltweit den vierten Platz.

Der durchschnittliche Exportpreis erholte sich 2025 auf 11,65 US-Dollar je Paar. Damit blieb er jedoch unter dem Rekordwert von 11,96 Dollar aus dem Jahr 2023. Große Unterschiede zeigen sich zwischen den Regionen: Während europäische Exporte durchschnittlich 34,76 Dollar pro Paar erzielten, lag der Wert in Asien bei 8,02 Dollar.

Das „World Footwear Yearbook“ erscheint seit 2011 und liegt inzwischen in der 16. Ausgabe vor. Die Publikation analysiert Produktion, Konsum sowie Im- und Exporte der weltweiten Schuhindustrie und enthält Länderprofile zu 84 Märkten.

Das „Wolrd Footwear Yearbook 2026“ kann hier bestellt werden.

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