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US-Marken erzielen Rekordumsätze

Für viele US-Marken geht es bei den Umsätze steil bergauf. Foto: Hoka One One

Quartalszahlen amerikanischer Sportschuh- und Outdoorlabels legen deutlich zu

VF, Deckers, Skechers, Columbia Sportswear oder Capri Holdings: Diese amerikanischen Schwergewichte haben im Januar ihre Quartalsergebnisse veröffentlicht. Trotz anhaltendem Gegenwind durch Unterbrechung der Lieferketten und Inflation vermeldeten die Unternehmen Rekordumsätze.

So lieferte beispielsweise Deckers mit den Marken Hoka One One, Ugg, Teva, Sanuk und Koolaburra im dritten Quartal des Geschäftsjahres mit einer Umsatzsteigerung von 10,2 Prozent auf 1,19 Milliarden US-Dollar das beste Quartal seiner Geschichte. In einer Erklärung bezeichnete Deckers-President und -CEO Dave Powers Hoka und Ugg als „zwei der stärksten Marken in der Schuhindustrie“.

Skechers meldete mit 6,29 Milliarden US-Dollar einen neuen Rekord für den Gesamtjahresumsatz im Jahr 2021. Und 2021 war auch ein Rekordwachstumsjahr für Columbia Sportswear, wo der Nettoumsatz im Jahresvergleich um 25 Prozent auf einen Rekordwert von 3,13 Milliarden US-Dollar gestiegen ist. „Das zeigt, dass unser Markenportfolio bei den Verbrauchern Anklang findet und wir gut positioniert sind, um von Outdoor-Trends zu profitieren“, sagte Tim Boyle, CEO und Präsident von Columbia.

Bei Columbia erwartet man, dass die Marke Sorel im Jahr 2022 die am schnellsten wachsende Marke des Unternehmens sein wird. „Sorel entwickelt sich zu einer ganzjährigen, funktionsorientierten Modeschuhmarke“, so Boyle. Nur 15 Prozent des Umsatzes von Sorel in Nordamerika im Jahr 2021 entfielen noch auf isolierte Winterstiefel. Die Marke sei nun auch „in der äußerst wettbewerbsintensiven Multimilliarden-Dollar-Sneaker-Kategorie“ erfolgreich.

Bei Deckers stieg der Nettoumsatz der Laufmarke Hoka im dritten Quartal des Geschäftsjahres um 30,3 Prozent auf 184,6 Millionen US-Dollar. Und Teva berichtet, dass der Nettoumsatz um 31,4 Prozent auf 20,6 Millionen US-Dollar gestiegen sei. Bei Capri Holdings stieg der Umsatz von Jimmy Choo im Quartal um 47 Prozent auf 178 Millionen US-Dollar, wobei sich sowohl Freizeit- als auch elegante Schuhe gut entwickelten. Das Sneaker-Wachstum war für das Luxuslabel stark. „Wir sind ermutigt durch die Fortschritte, die wir in Richtung unseres Ziels machen, den Umsatz von Jimmy Choo im Laufe der Zeit auf 1 Milliarde US-Dollar zu steigern“, sagte John Idol, Vorsitzender und CEO von Capri Holdings.

Direct-to-Consumer wird wichtiger

Viele Unternehmen erwähnen in ihren Quartalsberichten den anhaltenden Fokus auf Direct-to-Consumer-Kanäle. Bei VF Corp. wird The North Face in diesen Sommer mit der Nike-Veteranin Nicole Otto eine neue globale Präsidentin bekommen. In ihrer neuen Rolle wird sich Otto darauf konzentrieren, eine Verlagerung hin zu Direct-to-Consumer- und digitalen Kanälen voranzutreiben und gleichzeitig ein echtes Omnichannel-Erlebnis aufrechtzuerhalten. Auch Skechers setzt auf DTC, das im vierten Quartal ein Wachstum von 30 Prozent verzeichnete. Gleichzeitig konzentriert sich das Unternehmen aber auch auf sein Großhandelsgeschäft, das von einem größeren Branchentrend profitiert hat, sich von Einzelhandelspartnerschaften zugunsten eines robusten Direct-to-Consumer-Modells abzuwenden. Da Nike, Crocs und andere große Marken ihre Großhandelspartnerschaften beenden, gewinnt Skechers in diesen Einzelhandelskanälen und hält gleichzeitig das DTC-Wachstum aufrecht.

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