STEPH entwickelt Prüfmethoden und Standards
Das Fachgebiet Innovationsökonomie der TU Berlin leitet ein neues EU-Forschungsprojekt, das die Nachhaltigkeit von Schuhen und Heimtextilien verbessern soll. Das Projekt STEPH (STrengthening Ecodesign pathways with performance assessment Parameters for Home textiles and footwear) wird über drei Jahre mit einem Budget von insgesamt vier Millionen Euro gefördert. Die TU Berlin erhält davon rund 500.000 Euro für die Koordination.
Im Mittelpunkt steht die Umsetzung der EU-Verordnung über die umweltgerechte Gestaltung nachhaltiger Produkte (ESPR). STEPH soll unter anderem messbare Nachhaltigkeitsparameter und Testmethoden entwickeln, um die Kreislauffähigkeit und Umweltverträglichkeit von Schuhen zu prüfen. Insbesondere sollen die Materialkomplexität, geklebte Konstruktionen und reale Nutzungsbedingungen stärker berücksichtigt werden, um Recycling und langlebige Produktgestaltung zu verbessern.
Mindestens 20 Ökodesign-Parameter und zehn Testmethoden werden entwickelt und in Workshops und Schulungen mit mehr als 800 Unternehmen, Marktbehörden und rund 3.000 weiteren Stakeholdern erprobt. Zu den Projektpartnern gehören unter anderem der Schuhhändler Deichmann, das Deutsche Institut für Normung (DIN) und die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM).
Dr. Luana Ladu, die das Projekt STEPH leitet, betont: „STEPH liefert Unternehmen konkrete Methoden und digitale Lösungen, um nachhaltigere Schuhe zu entwickeln, und unterstützt gleichzeitig politische Entscheidungsträger bei der Weiterentwicklung der EU-Ökodesign-Anforderungen.“








