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Italiens Schuhindustrie rechnet mit weiterem Abschwung

2023 wurden 8,6 Prozent weniger Schuhe produziert

Die italienische Schuhindustrie vermeldet für das Jahr 2023 gab ein bescheidenes Wachstum. Der Umsatz erhöhte sich um 0,9 Prozent auf 14,6 Milliarden Euro, die Exporte legten um 1,1 Prozent auf 12,8 Milliarden Euro zu. Nach einem starken ersten Quartal folgte im Laufe des Jahres eine allmähliche Verlangsamung des Wachstums. „Wir rechnen mit einer weiteren Verlangsamung, zumindest für die erste Jahreshälfte“, sagte Giovanna Ceolini, Vorsitzende des Herstellerverbandes Assocalzaturifici im Vorfeld der Mailänder Schuhmesse Micam. Während die Umsätze im vergangenen Jahr noch leicht stiegen, ging die Produktionsmenge um 8,6 Prozent auf 148 Millionen Paar Schuhe zurück. Exportiert wurde 10,6 Prozent weniger Schuhe. 2019 hatte Italiens Schuhindustrie noch 179 Millionen Paar Schuhe hergestellt.

Frankreich verteidigte seinen Spitzenplatz unter den Auslandsmärkten (+17,3 Prozent wertmäßig und +1,1 Prozent bei den Paarzahlen) in den ersten zehn Monaten 2023. Diese Zahlen umfassen auch die Produktionsströme französischer multinationaler Luxuskonzerne, die in Italien produzieren. In der Schweiz, dem traditionellen Logistikzentrum für Luxusmarken, gab es einen starken Rückgang (-24,6 Prozent Wert, -33,3 Prozent Volumen). Ursache ist vermutlich die Änderung der Vertriebsstrategien vieler Marken, die ihre Waren eher direkt verkaufen.

Deutlich Einbrüche in der zweiten Jahreshälfte verzeichneten der US-amerikanische und der deutsche Markt mit einem Minus von rund 20 Prozent bei den Paarzahlen. Aufgrund der geringeren Transitmengen durch die Schweiz stiegen die Direktverkäufe nach Fernost wertmäßig um 15,6 Prozent und mengenmäßig um 7,4 Prozent. Diese Region bestätigte ihren Status als Region mit den höchsten Durchschnittspreisen, gerade wegen der entscheidenden Rolle, die Designerlabels dort spielen. Auch die Vereinigten Arabischen Emirate schnitten gut ab (+30 Prozent wertmäßig und +8,9 Prozent volumenmäßig). Nach dem Einbruch im Jahr 2022 nach Beginn des Krieges erlebten Russland (+36,8 Prozent) und die Ukraine (+79 Prozent) eine deutliche Erholung, blieben aber unter dem Vorkriegsniveau.

Im Inland gingen die Einkäufe der privaten Haushalte 2023 sowohl volumenmäßig (-3 Prozent) als auch ausgabenmäßig (-1,5 Prozent) zurück, wobei dies nur teilweise durch eine Erholung der Ausgaben ausländischer Touristen gemildert wurde. Auf Produktebene schnitten Damenschuhe im Vergleich zu 2022 weniger schlecht ab.

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