Gucci lässt erstmals neue Luxus-Sneaker mit der Herkunftsbezeichnung „Made in China“ fertigen. Dazu gehört der futuristische „Drip“, der erste Gucci-Sneaker von Kreativdirektor Demna, sowie ein weiteres Slip-on-Modell aus Leder. Damit weicht die italienische Luxusmarke bei diesen Modellen von ihrer traditionellen Schuhproduktion in Italien ab.
Als Grund nennt Gucci vor allem technische Anforderungen. Der ausgewählte chinesische Produktionspartner verfüge über das Know-how und die Fertigungsmöglichkeiten, die notwendig seien, um die gewünschten Leistungs- und Qualitätsstandards zu erreichen. Eine grundsätzliche Verlagerung der Produktion aus Italien sei nicht geplant. Italien werde weiterhin im Zentrum des Produktionsmodells und der Identität von Gucci stehen.
Der „Drip“ kam im vergangenen Monat als Teil von Demnas „Primavera“-Kollektion auf den Markt und kostet in Europa rund 800 Euro. Das Modell wird je nach Ausführung aus Nylon, Canvas oder Veloursleder gefertigt. Auch ein zweiter Slip-on-Sneaker aus derselben Kollektion trägt die Kennzeichnung „Made in China“. Alle anderen Gucci-Schuhe, bei denen im Onlineshop ein Herkunftsland angegeben wird, stammen laut Reuters weiterhin aus Italien.
Der Schritt erfolgt in einer schwierigen Phase für Gucci. Die zur Kering-Gruppe gehörende Marke versucht derzeit, ihr Geschäft neu auszurichten. Analysten sehen die chinesische Fertigung bei einer stark mit „Made in Italy“ verbundenen Luxusmarke allerdings auch als mögliches Risiko für die Markenwahrnehmung.




























