Für einen Großteil der Beschäftigten des insolventen Maschinenbauers Schoen+Sandt gibt es eine neue Perspektive. Die ebenfalls in Pirmasens ansässige Ring Group hat sich mit dem Insolvenzverwalter auf den Erwerb von Vermögenswerten geeinigt. Mehr als die Hälfte der bisherigen soll direkt zu Ring wechseln.
Schoen+Sandt hatte Ende April 2026 Insolvenzantrag gestellt. Bei der nun vereinbarten Transaktion handelt es sich um einen Asset Deal. Welche Vermögenswerte konkret übernommen werden und wie hoch der Kaufpreis ist, wurde nicht mitgeteilt.
Mit der Übernahme will Ring sein Geschäft mit Stanzmaschinen ausbauen. Beide Unternehmen verfügen über langjährige Erfahrung im Maschinenbau und sind eng mit dem Industriestandort Pirmasens verbunden. Durch den Wechsel der Mitarbeiter bleibt ein wesentlicher Teil des technischen Know-hows in der Region erhalten. Offen ist, wie es mit den nicht übernommenen Beschäftigten und der insolventen Gesellschaft weitergeht.
Schoen+Sandt blickt auf eine mehr als 150-jährige Unternehmensgeschichte zurück. Die Ursprünge reichen bis zur Gründung des Maschinenbauunternehmens von Jakob Sandt im Jahr 1867 sowie der Maschinenfabrik Schön im Jahr 1910 zurück. 1996 wurden beide Unternehmen zusammengeführt. Nach einer früheren Insolvenz erfolgte 2007 ein Neustart unter privaten Investoren. Zuletzt gehörte die Gruppe seit 2021 zum Portfolio von Quantum Capital Partners. Das Unternehmen entwickelte und produzierte Stanzmaschinen und automatisierte Anlagen für unterschiedliche Industrien.
Ring will mit der Übernahme vor allem sein Geschäft mit Stanzmaschinen ausbauen. Das 1921 gegründete, inhabergeführte Unternehmen beschäftigt nach eigenen Angaben weltweit rund 400 Mitarbeiter. Zum Portfolio gehören Perforations- und Stanzmaschinen, Sondermaschinen, Automatisierungslösungen sowie Maschinen für die Schuhherstellung. Darüber hinaus ist die Gruppe unter anderem als Ausrüster für die Automobilindustrie tätig.




























