Der süddeutsche Modefilialist Yeans Halle hat erneut ein Sanierungsverfahren in Eigenverwaltung eingeleitet. Mit der Restrukturierung will die Trender Jeansmode GmbH & Co. Sportswear Großhandels-KG ihre Kostenstruktur verbessern, das Unternehmen effizienter aufstellen und die Zukunft der 13 Filialen langfristig sichern.
Der Geschäftsbetrieb läuft nach Unternehmensangaben uneingeschränkt weiter. Alle Standorte bleiben geöffnet, auch die Löhne und Gehälter der rund 200 Beschäftigten sind gesichert.
Zum Sanierungsgeschäftsführer (CRO) wurde erneut Rechtsanwalt Steffen Beckvo der Pluta Rechtsanwalts GmbH bestellt. Das Amtsgericht ernannte Rechtsanwalt Dr. Tibor Daniel Braun von IBK Illig Braun Kirschnek Rechtsanwälte zum vorläufigen Sachwalter.
Das Unternehmen begründet den Schritt mit den anhaltend schwierigen Rahmenbedingungen im stationären Modehandel. Schwache Konsumnachfrage, steigende Betriebskosten und ein intensiver Wettbewerb hätten die wirtschaftliche Lage erneut verschärft. Zusätzlich belasteten die Folgen eines Hackerangriffs aus dem Jahr 2025 das Unternehmen durch hohe Kosten und Umsatzeinbußen.
Bereits Ende 2024 hatte Yeans Halle ein erstes Sanierungsverfahre im Rahmen eines Insolvenzplans erfolgreich abgeschlossen. Damals wurden unter anderem die IT-Systeme modernisiert, Mietkosten gesenkt und drei Filialen geschlossen. Trotz dieser Maßnahmen habe sich das Marktumfeld weiter verschlechtert, sodass nun eine erneute Restrukturierung notwendig geworden sei.
Im Rahmen des neuen Verfahrens sind weitere Sanierungsmaßnahmen sowie eine Neuaufstellung der Geschäftsführung vorgesehen. Ziel ist es, die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens zu stärken und die Voraussetzungen für eine nachhaltige Fortführung des Filialnetzes zu schaffen.
Yeans Halle ist seit mehr als 50 Jahren als Multilabel-Modehändler im Südwesten Deutschlands tätig. Das Unternehmen betreibt Filialen unter anderem in Stuttgart, Sindelfingen, Ulm, Augsburg und Karlsruhe und beschäftigt rund 200 Mitarbeiter.




























