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Taschenhersteller Bree ist insolvent

Suche nach Investor hat begonnen

Das renommierte deutsche Taschenlabel Bree hat beim Amtsgericht Hamburg erneut Insolvenz angemeldet. Dietmar Penzlin von der Kanzlei SJPP wurde zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt. Es handelt sich um die zweite Insolvenz nach 2019. Damals wurde das Unternehmen durch den Einstieg des portugiesischen Autozulieferers Coindu gerettet.

Der Fokus liegt nun auf der die Stabilisierung des Geschäftsbetriebs. Die Insolvenzverwaltung werde sich dazu um eine Vorfinanzierung des Insolvenzgelds für die rund 40 Mitarbeiter kümmern, teilte Penzlin mit. Die Filialen in Deutschland und Österreich bleiben geöffnet, wobei ein Teil der Waren zu reduzierten Preisen angeboten wird. Online-Vertriebswege und Großkundengeschäft sollen ebenfalls aufrechterhalten werden.

Die Filialen in der Schweiz sind von der Insolvenz nicht betroffen, da sie von einer eigenständigen Gesellschaft betrieben werden. Ziel ist es, das Unternehmen im Rahmen einer übertragenden Sanierung bis zum 1. April an einen neuen Investor zu verkaufen, „der über die erforderlichen Mittel für die Finanzierung einer neuen Kollektion verfügt“. Die Gründe für den erneuten Insolvenzantrag bleiben vorerst unbekannt.

Die Geschichte von Bree begann 1970 in Hannover, als es von den Designern Wolf Peter Bree und seiner Frau Renate gegründet wurde. Nach internationaler Expansion in den 1980er-Jahren übernahmen 2001 die beiden Söhne der Gründer das Unternehmen. Philipp Bree verkaufte seinen Anteil 2012 an Privatinvestoren. Anfang 2018 stieg auch Miteigentümer Axel Bree als letzter Vertreter der Gründerfamilie aus. Im selben Jahr zog das Unternehmen nach Hamburg um. 2019 startete das Unternehmen dann ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung.

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