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Salamander und Klauser gehen ins Schutzschirmverfahren

Schuhkonzern Ara schickt die Einzelhandelstöchter in die Schutzschirm-Insolvenz

Die Schuhhaus Klauser GmbH & Co. KG und die Salamander Deutschland GmbH & Co. KG haben am 13. Dezember beim Amtsgericht Wuppertal Anträge auf die Einleitung von Schutzschirmverfahren gestellt. Betroffen hiervon sind 93 Filialen in Deutschland mit insgesamt etwa 950 Vollzeitstellen.

Der Jurist Christian Holzmann von der Kanzlei CMS Hasche Sigle wurde zum vorläufigen Sachwalter bestellt. Die Frankfurter Restrukturierungsexperten Sven Tischendorf und Alexander Höpfner sollen die operative Sanierung leiten und ziehen in die Geschäftsführungen ein.

„Der Weg des Schutzschirmverfahrens wurde gut vorbereitet und bewusst gewählt. Wir werden sehr zügig auf alle Beteiligten – insbesondere natürlich Mitarbeiter, Lieferanten und Geschäftspartner – zugehen“, erklärt der Restrukturierungsexperte Alexander Höpfner in einer Pressemitteilung. Von den insgesamt 93 Filialen von Salamander und Klauser in Deutschland soll aber keine geschlossen werden. Auch die rund 950 Beschäftigten bleiben vorerst. Die Gehälter seien bis Februar 2023 gesichert.

„Die Corona-Pandemie hat in den vergangenen gut zwei Jahren den Einzelhandel bereits massiv belastet“, sagte Sanierer Tischendorf zu den Gründen für die Einleitung des Sanierungsverfahrens. „Nun kommen in Folge des Ukrainekriegs steigende Energiekosten, hohe Inflation und eine erhebliche Eintrübung des konjunkturellen Umfelds hinzu.“

Vor sechs Jahren hatte der Schuhhersteller Ara AG , zu dem auch die Schuhmarke Lloyd gehört, die beiden Unternehmen übernommen. Laut Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2020 weist das Unternehmen einen Bilanzverlust von knapp 36 Millionen Euro aus. Der Umsatz ging coronabedingt um 190 auf 413 Millionen Euro zurück.

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