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Richter-Schuhe wird weitergeführt

Gläubiger stimmen Sanierungsplan zu

Der österreichische Kinderschuhhersteller Ferdinand Richter GmbH & Co KG wird fortgeführt. Die Gläubiger haben den Sanierungsplan angenommen.

Nach einer Insolvenz stand das Kinderschuh-Unternehmen kurz vor dem Aus, aber nun die Wende. „Europas ältestes und traditionsreichstes Kinderschuh-Unternehmen bleibt bestehen. Wir arbeiten fleißig daran, euch schon bald wieder den gewohnten Service bieten zu können“, teilte Richter-Schuhe die guten Neuigkeiten mit. Die Gläubiger mit anerkannten Forderungen in der Höhe von rund drei Millionen Euro erhalten in den kommenden zwei Jahren eine Gesamtquote von 20 Prozent.

Das Kinderschuh-Unternehmen musste Mitte November 2023 das Insolvenzverfahren beim Landesgericht für Graz einleiten. Die Passiva beliefen sich auf fast 8 Millionen Euro, die Aktiva auf rund eine Million Euro. „Die Insolvenzursachen lagen in den Auswirkungen der Covid-Pandemie, die zu langen Schließungen und einer Reduktion des Geschäftsvolumens führten. Dadurch wurde ein unerwarteter Finanzierungsbedarf notwendig, der mittels Überbrückungsfinanzierungen, der Unterstützung der Gesellschafter sowie staatlicher Förderungen gedeckt werden konnte. Schlussendlich sorgten aber eventuelle Rückforderungsansprüche bezüglich des gewährten Verlustersatzes für die Schieflage“, hieß es damals.

Die Sanierung wurde erst möglich, weil ein ausländischer Investor in das Unternehmen einsteigt. Dieser wird ebenso wie Mitinhaber Georg Kapsch nun in das Unternehmen investieren. „Die intensiven Bemühungen zur Beibringung der kurzfristig erforderlichen weiteren Finanzierung waren erfolgreich, womit letztlich eine betriebswirtschaftlich vertretbare Fortführung darstellbar wurde. Es erfolgen derzeit der stete Abruf und die Anlieferung der in Fernost produzierten Ware für die Frühjahr- und Sommerkollektion 2024, sodass die fristgerechte, zeitnahe Auslieferung an die Kunden der Schuldnerin erfolgen kann“, so der Alpenländischer Kreditorenverband für Kreditschutz und Betriebswirtschaft (AKV).

Im Unternehmen in Österreich sind aktuell 14 Mitarbeiter tätig. Die slowakische Tochtergesellschaft, Richter Slovakia s.r.o., beschäftigte – bei Insolvenzeröffnung – 67 Mitarbeiter. Hier soll es laut AKV zu Entlassungen kommen. Neben der Slowakei werden Richter-Kinderschuhe auch in Asien hergestellt. Die Kernabsatzmärkte sind Deutschland, Österreich, die Schweiz und Ungarn.

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