Schweizer Schuhhersteller vervielfacht Produktionskapazität in Südkorea
Der Schweizer Sportartikelhersteller On hat in der Nähe von Busan in Südkorea seine zweite LightSpray-Produktionsstätte eröffnet. Die Anlage ist mit 32 Robotern ausgestattet und erhöht die globale Produktionskapazität für robotergespritzte Schuhobermaterialien im Vergleich zur ersten Fabrik in Zürich im Juli 2025 um das 30-Fache.
Der erste Schuh, der in der neuen Fabrik hergestellt wird, ist der LightSpray Cloudmonster 3 Hyper. Eine limitierte Auflage wird ab dem 5. März online und in On-Stores in Nordamerika verfügbar sein. Der weltweite Verkaufsstart ist für den 16. April 2026 geplant.

Die LightSpray-Technologie, die 2024 eingeführt wurde, ermöglicht die automatisierte Fertigung von Obermaterialien und stellt einen Kernbereich der Produktionsstrategie von On dar. Die neue Fabrik in Südkorea demonstriert die Skalierbarkeit der Technologie auf internationaler Ebene und soll in den kommenden Jahren den Aufbau weiterer Standorte, unter anderem in den USA, vorbereiten. Südkorea wurde wegen seiner Erfahrung in Robotik und Automatisierung sowie bestehender regionaler Partnerschaften als Standort gewählt.
Die Fabrik ist Teil von Ons Strategie, die LightSpray-Technologie auf weitere Produktkategorien auszuweiten und die Produktion global zu skalieren. Die Kombination aus Robotik und standardisierten Fertigungsprozessen soll Effizienz, Qualität und Flexibilität erhöhen. Die bisherige Produktion in Zürich mit vier Robotern dient weiterhin als Entwicklungs- und Pilotstandort.
Ons Co-Founder Caspar Coppetti bezeichnet die Eröffnung als „wichtigen Meilenstein“ für die globalisierte Fertigung von robotergespritzten Schuhen. Mit der Südkorea-Fabrik sei ein entscheidender Schritt hin zu einer erweiterten, industriellen Produktion getan.
Die neue LightSpray-Anlage stellt nicht die gesamte Schuhproduktion dar: Die Sohlen und weitere Komponenten werden weiterhin konventionell gefertigt, sodass eine vollständig lokal produzierte Schuhfertigung bislang nicht realisiert ist. Langfristig könnte die Technologie jedoch auch die individuelle Anpassung von Schuhen ermöglichen.








