Sparer bleiben vorsichtig – Anschaffungsneigung fällt trotz steigender Einkommen
Die Stimmung der Verbraucher in Deutschland zeigt im Februar keine weitere Aufhellung. Der GfK Konsumklima-Indikator powered by NIM fällt im Vergleich zum Vormonat leicht um 0,5 Punkte auf -24,7 Zähler (revidiert: -24,2 Punkte).
Die Einkommenserwartungen steigen zwar erneut, aber nur moderat um 1,2 Punkte auf 6,3 Zähler. Die Anschaffungsneigung, die im Januar noch leicht zugelegt hatte, fällt dagegen wieder auf -9,3 Punkte und bleibt zurückhaltend. Gleichzeitig steigt die Sparneigung um einen Punkt auf 18,9 Punkte – der höchste Wert seit der Finanzkrise 2008. Die Verbraucher nennen vor allem hohe Preise, wirtschaftliche Unsicherheit und geopolitische Spannungen als Gründe für die Vorsicht.
Auch die Konjunkturerwartungen trüben sich leicht ein. Der entsprechende Indikator sinkt um 2,3 Punkte auf 4,3 Zähler, bleibt aber weiterhin im positiven Bereich. „Mit dem leichten Rückgang kann das Konsumklima nicht an die Aufhellung im letzten Monat anknüpfen. Die Stimmung bleibt im Kern unverändert, steigende Einkommen werden aus Vorsichtsmotiven eher gespart als konsumiert“, erklärt Rolf Bürkl, Head of Consumer Climate beim NIM.
Rahmendaten untermauern die Skepsis: Die Inflationsrate stieg im Januar 2026 auf 2,1 Prozent, Preiserwartungen der Verbraucher sinken nicht, und Herausforderungen in der Sozialpolitik sowie internationale Spannungen erhöhen die Unsicherheit weiter.








