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Klingel-Gruppe: Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung eröffnet

Gespräche mit potentiellen Investoren werden geführt

Das Amtsgericht Karlsruhe hat am 1. August das Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung für die Klingel-Gruppe eröffnet. Damit kann der Multichannel-Distanzhändler seine Sanierung und seinen digitalen Transformationskurs fortsetzen.

Die Sanierungsmaßnahmen werden derzeit von den Geschäftsführern gemeinsam mit den Experten der Restrukturierungsgesellschaft Pluta erarbeitet. Zum Sachwalter wurde Rechtsanwalt Martin Mucha von der Kanzlei Grub Brugger bestellt. Er war bereits seit Mai als vorläufiger Sachwalter tätig und begleitet weiterhin die drei Eigenverwaltungsverfahren im Interesse der Gläubiger. Neben der K-Mail Order GmbH & Co. KG, der Hauptgesellschaft der Klingel-Gruppe mit Sitz in Pforzheim, befinden sich auch die Hamburger Tochtergesellschaften Impressionen Versand GmbH und die Schneider GmbH & Co. KG in Sanierungsverfahren in Eigenverwaltung.

Das Sanierer-Team habe in den vergangenen Monaten Geschäftsprozesse analysiert, betriebliche Abläufe optimiert und Kosten reduziert, teilte das Unternehmen mit. Derzeit liefen Gespräche mit potenziellen Investoren. Ziel sei es, schnellstmöglich einen geeigneten Investor zu finden, um die Unternehmensgruppe zu sichern. Gespräche über Personalanpassungen würden in Kürze mit den Arbeitnehmervertretern aufgenommen. Zu Beginn des Schutzschirmverfahrens hatten die drei Gesellschaften 1800 Beschäftigte. Die Umsätze lagen 2021 nach früheren Angaben von Klingel bei knapp einer Milliarde Euro.

Der Geschäftsbetrieb der drei Gesellschaften läuft weiter. Mit der Eröffnung der drei Verfahren können die Gläubiger ihre Forderungen zur Tabelle anmelden.

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