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High-End-Marke Clergerie ist insolvent

Insolvenzverwalter sucht Investor für französisches Schuhlabel

Der französische Schuhhersteller Clergerie ist insolvent. Das Pariser Handelsgericht hat das Unternehmen am 29. März unter Zwangsverwaltung gestellt. Das Unternehmen beschäftigt 150 Mitarbeiter, davon 120 im Werk in Romans, der Rest in den eigenen Filialen. Der bestellte Sachwalter will nun potenzielle Käufer finden. Er hat sechs Monate Zeit, um das Schicksal dieses Flaggschiffs der französischen Luxusschuh-Industrie zu besiegeln. Der Geschäftsbetrieb wird vorerst fortgeführt.

Clergerie ist seit 2020 im Besitz der French Legacy Group (FLG). Deren Präsident Jérôme Espinos führt die wirtschaftliche Situation des Unternehmens auf die aktuelle Wirtschaftslage zurück. Obwohl sich der Umsatz in den vergangenen beiden Jahren verdoppelt habe, hätten Pandemie und Ukraine-Krieg der High-End-Marke zugesetzt. So sei beispielsweise 2021 die Frequenz in den Geschäften um 61 Prozent zurückgegangen. Zudem seien  ausländische Touristen, die immerhin die Hälfte der Kundschaft ausmachen, ausgeblieben. Hinzu kamen deutlich gestiegene Produktionskosten und Probleme in der Lieferkette. Bereits im vergangenen Dezember waren die Gebäude der Fabrik in Romans verkauft worden.

Clergerie ist der letzte Luxusschuhmacher in Romans-sur-Isère, nachdem Marken wie Stéphane Kélian oder Charles Jourdan ihre Produktion dort aufgegeben haben. Das 1981 von Robert Clergerie gegründete Unternehmen hat die Stadt trotz diverser Übernahmen und Gesellschafterwechsel nie verlassen.

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