HDE prognostiziert Umsatzplus von zwei Prozent

HDE-Präsident Alexander von Preen
HDE-Präsident Alexander von Preen

Einzelhandel fordert Entlastungen bei Energie- und Arbeitskosten

Der Einzelhandel in Deutschland blickt auf ein herausforderndes Jahr 2026. Das zeigt eine aktuelle Umfrage des Handelsverbandes Deutschland (HDE) unter knapp 600 Handelsunternehmen. Demnach rechnen 49 Prozent der befragten Händler in diesem Jahr mit Umsätzen unter Vorjahresniveau. Vor diesem Hintergrund prognostiziert der HDE für 2026 dennoch ein nominales Umsatzwachstum von zwei Prozent gegenüber 2025. Real entspricht das einem Plus von 0,5 Prozent.

„Das neue Jahr beginnt für den Einzelhandel ohne richtigen Schwung. Die Verbraucherstimmung macht zwar Hoffnung auf Besserung, verharrt aber weiterhin auf unbefriedigendem Niveau“, erklärte HDE-Präsident Alexander von Preen. Geopolitische Konflikte und die internationale politische Unsicherheit sorgten weiterhin für Verunsicherung bei den Konsumenten.

Die Ergebnisse der HDE-Umfrage unterstreichen die angespannte Lage: 29 Prozent der Unternehmen hoffen, zumindest das Vorjahresniveau zu erreichen, lediglich 23 Prozent rechnen mit steigenden Umsätzen. Als Wachstumstreiber der Branche erweist sich auch 2026 erneut der Online-Handel. Hier erwartet der HDE ein nominales Umsatzplus von 4,4 Prozent, real von 3,5 Prozent. Insgesamt sollen die Umsätze im Einzelhandel in Deutschland 2026 rund 697,4 Milliarden Euro erreichen, davon entfallen 96,3 Milliarden Euro auf den Online-Handel.

Angesichts der schwierigen Rahmenbedingungen fordert der HDE politische Maßnahmen zur Entlastung der Unternehmen. Besonders dringend sehen die Händler Handlungsbedarf bei Bürokratie und Kosten. 59 Prozent der Befragten nennen Bürokratieabbau als zentrales Thema. Auch die hohen Energiepreise und steigenden Arbeitskosten belasten die Branche stark. „Es braucht Entlastungen, die auch tatsächlich ankommen. Die Stromsteuer muss zeitnah für alle gesenkt werden, zudem brauchen wir eine dauerhafte Obergrenze von 40 Prozent bei den Sozialversicherungsbeiträgen“, so von Preen.

Die Umfrage macht zudem deutlich, welche Folgen weiter steigende Arbeitskosten hätten: 77 Prozent der Unternehmen rechnen in diesem Fall mit negativen Beschäftigungseffekten. Seit 2022 hat der Einzelhandel bereits rund 60.000 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze verloren. Vor diesem Hintergrund mahnt der HDE auch mit Blick auf die im April 2026 beginnende Tarifrunde im Einzelhandel zur Zurückhaltung. In der Branche sind rund 3,1 Millionen Menschen beschäftigt, die Tarifrunde zählt damit zu den größten in Deutschland.

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