Eine Untersuchung der Macromedia University zeigt erhebliche Preisunterschiede bei identischen Produkten internationaler Marken. Im Vergleich von 23 Ländern ist Mode in Indien am günstigsten, während Saudi-Arabien das höchste Preisniveau aufweist.
Wie viel Verbraucher für ein identisches Modeprodukt bezahlen, hängt erheblich davon ab, in welchem Land sie einkaufen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung der Macromedia University of Applied Sciences. Verglichen wurden die Preise identischer Produkte von Adidas, Puma, Zara, H&M, Chanel, Louis Vuitton und Next in 23 Ländern.
Besonders groß fällt der Unterschied bei einem Zara-Kleid aus: Während das Modell in Deutschland 39,95 Euro kostet, werden dafür in Saudi-Arabien umgerechnet 68,51 Euro verlangt – ein Aufschlag von mehr als 71 Prozent. Insgesamt weist Saudi-Arabien mit durchschnittlich 26,25 Prozent über dem deutschen Niveau die höchsten Preise der Untersuchung auf. Dahinter folgen Brasilien und Mexiko.
Am anderen Ende der Skala steht Indien. Dort liegen die untersuchten Modepreise durchschnittlich 17,48 Prozent unter dem deutschen Niveau. Auch in Rumänien und Bulgarien sowie in Japan und Kroatien waren die untersuchten Produkte im Schnitt günstiger als hierzulande.
„Diese deutliche Preisdifferenz zeigt, wie stark Wechselkurs, Zollregelungen und lokales Lohnniveau in die Preiskalkulation globaler Modemarken einfließen“, erklärt Dr. Elena Patten, Professorin für Management an der Macromedia University. Bei Luxusmarken spielten darüber hinaus Markenpositionierung und Exklusivitätsstrategien eine wichtige Rolle.
Für die Untersuchung wurden im August 2026 identische Produkte anhand ihrer Produktnummern in den jeweiligen nationalen Onlineshops recherchiert. Berücksichtigt wurden Kleider, T-Shirts, Hosen und Jacken. Die jeweiligen Landespreise wurden mit einem einheitlichen Wechselkurs in Euro umgerechnet und anschließend mit dem deutschen Verkaufspreis verglichen.




























