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Galeria droht Kahlschlag

Die Filiale in Hannover schließt zum 31. Januar 2023.

Bis zu 90 Filialen stehen laut internem Bericht vor dem Aus

Die insolvente Warenhauskette Galeria Karstadt Kaufhof wird offenbar mehr Filialen schließen als zuletzt angenommen. Bis zu 90 Geschäften drohe das Aus, heißt es laut Medienberichten in einem internen Schreiben des Gesamtbetriebsrates an die Beschäftigten. Anfangs war von 40 bedrohten Geschäften die Rede gewesen. Aktuell betreibt die Kaufhauskette deutschlandweit noch 131 Filialen.

Bis zu 30 Prozent des Personals könnte zudem in den übrigen Filialen abgebaut werden. Vor allem im Service-Center soll gespart werden. Hier könnte bis zu eine Hälfte des Personals wegfallen. Die Verhandlungen würden jedoch noch andauern, so ein Sprecher von Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz. Endgültige Entscheidungen seien noch nicht getroffen. Derzeit hat Galeria noch etwa 17.000 Beschäftigte.

Als Retter für einen Teil der Warenhäuser hat sich der Chef des Schreibwarenhändlers buero.de, Markus Schön, ins Spiel gebracht. Schön hat angekündigt, 47 Filialen übernehmen zu wollen und daraus Läden mit dem Namen „Schön hier“ entstehen lassen. In ihnen solle es ein Warenhaus-typisches Sortiment geben. Vor allem kleinere Standorte seien für ihn attraktiv. Die Mitarbeiter wolle er übernehmen und weiterhin ein Kaufhaus-Sortiment anbieten. Gespräche für eine Übernahme sollen bereits laufen.

Galeria hatte Ende Oktober angekündigt, sich in einem Schutzschirm-Verfahren restrukturieren. zu wollen. Es ist die zweite Insolvenz in weniger als zwei Jahren. 2020 hatte der Konzern des österreichischen Immobilienmilliardärs René Benko bereits rund 40 Filialen geschlossen und 4000 Stellen abgebaut. Doch trotz millionenschwerer Corona-Hilfen vom Staat strauchelt das Unternehmen weiter.

 

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