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C&A plant Neuausrichtung

Modekonzern will Online-Geschäft aus- und Personal abbauen

Die seit einem Jahr amtierende C&A-Chefin Giny Boer (59) will den Modekonzern neu aufstellen. Künftig soll verstärkt in das Online-Geschäft investiert werden. Im Gegenzug soll die Verwaltung schlanker werden, berichtet das Manager Magazin. Dazu will die ehemalige Ikea-Managerin die Verwaltung zentralisieren und Personalkosten sparen. Ziel sei es, ein agileres und schnelleres Unternehmen aufzubauen, das sich schnell an neue Marktgegebenheiten anpassen kann. „Im heutigen Marktumfeld ist es unerlässlich, dass wir uns mit einem modernen Ansatz in unseren Geschäften und einem stärkeren digitalen Angebot für den Erfolg positionieren“, so Giny Boer.

Wie viele Stellen in den beiden Hauptverwaltungen in Brüssel und Düsseldorf wegfallen, sei offenbar noch unklar und abhängig von den nun beginnenden Verhandlungen mit den Sozialpartnern. Die Mitarbeiter wurden über die Umbaupläne bereits informiert. Insider schätzen, dass die Zentrale in Brüssel geschlossen werden könnte. Außerdem sollen die Länderorganisationen neu geordnet werden. Deutschland bleibt als wichtigster Markt separat, die übrigen Märkte sollen in die Regionen Mittelosteuropa, Benelux und Südeuropa zusammengefasst werden.

C&A betreibt 1400 Filiale in 18 europäischen Ländern mit rund 23.000 Mitarbeitern. Im Geschäftsjahr 2019/2020, das Ende Februar 2020 und somit vor Corona zu Ende ging, sank der Umsatz des Unternehmens um 2,26 auf nur noch 2,16 Milliarden Euro. Im Kernmarkt Deutschland musste ein Fehlbetrag von 93,6 Millionen Euro verbucht werden. Pandemiebedingt dürfte die Bilanz für das Geschäftsjahr 2020/2021 noch wesentlich verheerender ausgefallen sein. Das Unternehmen gehört dem deutsch-niederländischen Brenninkmeijer-Clan.

 

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