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Adidas: Quartalsumsatz schrumpft wie erwartet

Das 2019 eröffnete Adidas-Gebäude in Herzogenaurach

Abverkauf von Yeezy-Restbeständen wird vorerst eingestellt

Der Sportartikelhersteller Adidas hat einen Umsatz- und Gewinnrückgang für das dritte Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2023 vermeldet. Der Konzernumsatz im Zeitraum von Juli bis September erreichte eine Höhe von knapp 6,0 Milliarden Euro und lag damit um 6,4 Prozent unter dem Vorjahresquartal. Bereinigt um Wechselkursveränderungen wuchsen die Erlöse aber um ein Prozent.

Den Abverkauf von Yeezy-Produkten des umstrittenen Skandal-Rappers Kanye West stoppte Adidas vorläufig. In diesem Jahr werde es keine weiteren Verkaufsaktionen mehr geben, sagte Konzernchef Björn Gulden, nachdem in diesem Jahr zwei erfolgreiche Aktionen erfolgten. Adidas hatte den Verkauf der Yeezy-Schuhe, die Adidas einst 1,2 Milliarden Dollar Umsatz bescherten, nach antisemitischen Entgleisungen des Rappers zunächst eingestellt. In diesem Jahr brachte der Verkauf der Restbestände 750 Millionen Euro Umsatz. Ob es im kommenden Jahr weitere Abverkäufe geben werde, sei unklar. „Es sind noch keine Entscheidungen gefallen.“

Insgesamt setzte Adidas in den ersten neun Monaten dieses Jahres 16,6 Milliarden Euro um ‒ ein Minus von vier Prozent zum Vorjahreszeitraum. Wegen geringerer Abschreibungen und eines besser verlaufenen Geschäfts geht Adidas von 100 Millionen Euro Verlust aus, nachdem Anfang des Jahres noch von einem Verlust von 700 Millionen Euro gerechnet wurde. „Wir wissen natürlich, dass unsere aktuelle Leistung nicht gut genug ist“, sagte Gulden. Nach wie vor kämpft das Unternehmen mit hohen Lagerbeständen. Diese seien nun um 23 Prozent auf 4,8 Milliarden Euro heruntergefahren worden ‒ erkauft mit zum Teil hohen Rabatten. Auch die Lagerbestände bei den Einzelhandelskunden hätten sich verbessert, „wenn auch langsamer“. Vor allem die Lagerbestände auf dem US-Markt würden sich noch eine Weile auf das Geschäft auswirken.

„Erstklassig“ liefen derzeit die Verkäufe von Retro-Schuhen wie den Modellen Samba oder Spezial. Diese seien allerdings nicht in ausreichender Menge vorhanden gewesen, sonst hätte man mehr verkaufen können, bedauert Gulden. „Wir haben das Angebot vergrößert, sind aber noch weit davon entfernt, die gesamte aktuelle Nachfrage zu decken.“

Von den sportlichen Großereignissen des kommenden Jahres wie den Olympischen Spielen in Paris und der Fußball-Europameisterschaft in Deutschland erhofft sich Gulden einen Schub. Auch das zuletzt schwierige China-Geschäft soll wieder stärker anzuziehen.

Der Umsatz mit Schuhen stieg im dritten Quartal auf währungsbereinigter Basis um sechs Prozent. Dies spiegelt zweistellige Zuwächse bei Adidas Originals sowie in den Kategorien Fußball und Basketball wider.

 

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