Puma hat im zweiten Quartal 2026 weitere Belastungen durch den Konzernumbau und die schwache Konsumnachfrage verzeichnet. Der Umsatz sank währungsbereinigt um 9,4 Prozent auf 1,69 Milliarden Euro. Für das erste Halbjahr ergibt sich ein Rückgang um 5,2 Prozent auf 3,55 Milliarden Euro.
Besonders schwach entwickelte sich das Großhandelsgeschäft, das im zweiten Quartal währungsbereinigt um 14 Prozent auf 1,09 Milliarden Euro zurückging. Puma reduziert weiterhin gezielt Umsätze mit Großflächenhändlern und in Vertriebskanälen, die nach Einschätzung des Unternehmens der Markenpositionierung schaden. Das Direct-to-Consumer-Geschäft legte dagegen leicht um 0,4 Prozent zu. Der eigene E-Commerce wuchs um 1,8 Prozent.
Schuhumsatz fällt zweistellig
Im größten Produktbereich Schuhe gingen die Erlöse um 11,7 Prozent auf 935,6 Millionen Euro zurück. Belastend wirkten vor allem die Segmente Core und Kids. Running und Training entwickelten sich dagegen dank der Nitro-Technologie und des ausgebauten Hyrox-Angebots positiv. Die Region Asien/Pazifik wuchs um 8,6 Prozent, während EMEA 12,9 Prozent und Amerika 15,4 Prozent verloren.
Die Rohertragsmarge verbesserte sich um 1,8 Prozentpunkte auf 48 Prozent. Dazu trugen niedrigere Beschaffungskosten, Währungseffekte und Zollrückerstattungen bei. Das ausgewiesene operative Ergebnis verbesserte sich wegen deutlich geringerer Einmaleffekte von minus 109,1 auf minus 53,1 Millionen Euro. Das um Sondereffekte bereinigte Ebit verschlechterte sich allerdings von minus 24,5 auf minus 41,9 Millionen Euro.
An der Börse kamen die Zahlen dennoch nicht gut an. Die Puma-Aktie verlor im frühen Handel mehr als sechs Prozent. Nach Einschätzung von JPMorgan enttäuschte die Anleger vor allem, dass der Konzern seine Prognose trotz eines geringer als erwarteten Quartalsverlusts nicht anhob.



























