Die Seibel Kunststofftechnik GmbH aus Hermersberg hat beim Amtsgericht Pirmasens ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung eingeleitet. Das Familienunternehmen beliefert unter anderem die Automobil-, Elektro- und Schuhindustrie mit Kunststoff-Spritzgussteilen.
Das Gericht entsprach dem Antrag vom 27. Juli und bestellte Rechtsanwalt Matthias Bayer von Abel und Kollegen zum vorläufigen Sachwalter. Die Geschäftsführung um Firmengründer Mathias Seibel bleibt weiterhin im Amt. Unterstützt wird sie von den Sanierungsexperten Jens Lieser und Alfred Kraus von Lieser Rechtsanwälte.
Der Geschäftsbetrieb läuft nach Unternehmensangaben uneingeschränkt weiter. Die Finanzierung sei für die kommenden Monate gesichert. Auch Kunden und Lieferanten sollen während des Verfahrens wie gewohnt bedient werden. Die rund 60 Beschäftigten wurden über die Situation informiert. Ihre Löhne und Gehälter sind für die Monate Juli bis September über das Insolvenzgeld abgesichert. Ab Oktober sollen die Zahlungen wieder aus dem laufenden Geschäft erfolgen.
In den kommenden Wochen soll ein Sanierungskonzept erarbeitet und umgesetzt werden. Parallel dazu laufen bereits Gespräche mit potenziellen Investoren und strategischen Partnern. Ziel ist es, das 1996 gegründete Unternehmen wettbewerbsfähiger aufzustellen sowie den Standort Hermersberg und möglichst viele Arbeitsplätze langfristig zu sichern. Als einer der Gründe für die wirtschaftlichen Schwierigkeiten gilt die anhaltende Krise in der Automobilindustrie.




























