Galeria nimmt 33 seiner insgesamt 83 Warenhäuser genauer unter die Lupe. Das Unternehmen verhandelt an den betroffenen Standorten mit den Vermietern über niedrigere Mieten und eine Anpassung der Verkaufsflächen. Ziel sei es, die Häuser langfristig wirtschaftlich weiterzuführen. Kommt keine tragfähige Lösung zustande, schließt Galeria jedoch auch Filialschließungen nicht aus.
Für neun Standorte laufen die Gespräche bereits seit mehreren Monaten. Dabei handelt es sich um die Warenhäuser in Aschaffenburg, Braunschweig, Mannheim, München am Rotkreuzplatz, Berlin am Alexanderplatz, Hermannplatz und Kurfürstendamm sowie Köln in der Breite Straße und der Hohe Straße. An 24 weiteren Standorten sollen die Verhandlungen nun beginnen.
Auf der vollständigen Liste stehen zudem Freiburg am Europaplatz, Heilbronn, Offenburg, Singen, Bayreuth, Memmingen, Würzburg, Berlin-Spandau, Potsdam, Hamburg-Eimsbüttel, Bad Homburg, Limburg, Wismar, Oldenburg, Euskirchen, Kleve, Köln-Nippes, Mülheim im Rhein-Ruhr-Zentrum, Münster in der Salzstraße, Bad Kreuznach, Koblenz, Mainz, Speyer und Magdeburg.
Bei der Bewertung berücksichtigt Galeria unter anderem die Mietbelastung, die Ertragskraft, das künftige Standortpotenzial, die Größe der Verkaufsfläche und die Attraktivität der jeweiligen Lage. „Wir werden jeden Standort einzeln und ergebnisoffen betrachten“, erklärt Geschäftsführer Tilo Hellenbock. Ein Zeitpunkt für mögliche Entscheidungen wurde bislang nicht genannt.
Die Überprüfung ist Teil der strategischen Neuausrichtung nach der im Juni vereinbarten Kreditfinanzierung von bis zu 160 Millionen Euro durch Gordon Brothers. Auch an den übrigen 50 Standorten will Galeria mit Vermietern und lokalen Partnern über Verbesserungen sprechen. Parallel prüft der Konzern Umzüge in geeignetere Immobilien und einzelne Neueröffnungen.




























