2.700 Mitarbeiter am einzigen konzerneigenen Logistikstandort in Ostdeutschland betroffen
Der deutsche Mode- und Online-Versandhändler Zalando kündigt die Schließung seines Logistikzentrums in Erfurt zum Ende September 2026 an. Betroffen sind rund 2.700 Mitarbeiter, die aktuell über die Pläne informiert werden. Das Zentrum, das 2012 eröffnet wurde, ist der einzige konzerneigene Logistikstandort dieser Größe in Ostdeutschland.
Neuausrichtung des europaweiten Netzwerks
Hintergrund der Entscheidung ist die strategische Neuausrichtung des europaweiten Logistiknetzwerks nach der Übernahme des Online-Modehändlers About You im vergangenen Jahr. Zalando möchte sein Netzwerk effizienter gestalten und auf weniger Standorte konzentrieren. Nach Abschluss der Umstrukturierung sollen insgesamt 14 Logistikzentren in sieben Ländern verbleiben. Weitere große Standorte betreibt Zalando unter anderem in Gießen, Lahr im Schwarzwald und Mönchengladbach.
Unterstützung für Beschäftigte
Zalando betont, dass die Arbeit bis zur Schließung unverändert weiterlaufen wird. In Gesprächen mit dem Betriebsrat sollen Interessenausgleich und Sozialplan entwickelt werden. Co-Chef David Schröder kündigte finanzielle Unterstützung für die Betroffenen an und verwies auf die Möglichkeit, Arbeitsplätze an anderen Standorten wie dem noch im Aufbau befindlichen Logistikzentrum in Gießen anzubieten. Auch ein Umzug werde aktiv unterstützt.
Kritik der Gewerkschaft
Die Gewerkschaft Verdi kritisierte das Vorgehen des Konzerns scharf. Nach Einschätzung von Verdi war die Schließung intern bereits seit Monaten absehbar. Die Beschäftigten seien jedoch nicht informiert worden, um das Weihnachtsgeschäft abzusichern, erklärte Matthias Adorf, Gewerkschaftssekretär Handel in Thüringen.








