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Weltweite Schuhproduktion wieder auf Vor-Corona-Niveau

Portugiesischer Schuhverband veröffentlicht World Footwear Yearbook 2023

Die weltweite Schuhproduktion stieg 2022 um 7,6 Prozent auf 23,9 Milliarden Paar und hat damit wieder das Niveau vor der Pandemie erreicht. Die Schuhexporte liegen trotz eines Wachstums von 9 Prozent auf weltweit 15,2 Milliarden Paar immer noch unter dem Rekord von 2014 (15,7 Milliarden Paar). Die Daten stammen aus dem World Footwear Yearbook 2023, das gerade vom portugiesischen Schuhverband Apiccaps veröffentlicht wurde.

Die Schuhindustrie ist nach wie vor stark in Asien konzentriert, wo fast neun von zehn Paar Schuhen hergestellt werden, was einem Anteil von 87,4 Prozent am Weltmarkt entspricht. China ist der weltweit größte Schuhproduzent und steigerte seinen Anteil im Jahr 2022 geringfügig auf 54,6 Prozent. Damit wurde der in den letzten Jahren beobachtete Abwärtstrend umgdreht. China und sieben weitere asiatische Länder dominieren die Top 10 der großen Schuhhersteller. Unter diesen verzeichnete Vietnam mit 10,3 Prozent das höchste Produktionswachstum.

Im Jahr 2022 machte Asiens Verbrauch mehr als die Hälfte (53,2 Prozent) des weltweiten Gesamtverbrauchs aus und lag damit leicht unter dem Anteil dieses Kontinents im Vorjahr. Nordamerika und Europa folgen mit 15,9 bzw. 14,9 Prozent Anteilen. Der Schuhverbrauch pro Kopf schwankt zwischen 1,4 Paar in Afrika und 5,9 Paar in Nordamerika. Die Europäische Union verbrauchte im vergangenen Jahr 2,347 Milliarden Paar Schuhe.

Exporte von Schuhen steigen

Die Schuhexporte stiegen weiter an und verzeichneten im Jahr 2022 ein Wachstum von 9 Prozent (nach einem Anstieg von 7,4 Prozent im Jahr 2021) und erreichten insgesamt 15,2 Milliarden Paar. Dies stellt ein Volumen exportierter Schuhe dar, das über dem Niveau vor der Pandemie liegt, aber immer noch unter dem Rekord von 2014 (15,7 Milliarden Paar). Wertmäßig stiegen die weltweiten Schuhexporte im Jahr 2022 auf einen neuen Rekordwert von 175,2 Milliarden Dollar, was einen deutlichen Anstieg von 16,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr und einen beeindruckenden Anstieg von 42,9 Prozent im letzten Jahrzehnt bedeutet.

Obwohl die meisten Schuhexporte (Volumen) aus asiatischen Ländern stammen, ist dieser Anteil im letzten Jahrzehnt leicht von 85,3 auf 83,9 Prozent zurückgegangen. Im Gegenzug stieg der Anteil der Exporte aus europäischen Ländern von 11,4 auf 13,2 Prozent. China ist der Ursprungsort von über 60 Prozent der Gesamtexporte. Allerdings ist ihr Anteil im letzten Jahrzehnt um mehr als 10 Prozentpunkte zurückgegangen. Vietnam hat sich als Hauptnutznießer dieser Reduzierung herausgestellt und seinen eigenen Anteil deutlich von 2 auf fast 10 Prozent erhöht.

Durchschnittlicher Exportpreis erreicht einen neuen Rekord

Der durchschnittliche Exportpreis pro Paar Schuhe erreichte im Jahr 2022 11,54 Dollar, was einem Anstieg von 6,5 Prozent gegenüber 2021 und einem rasanten Anstieg von 38,2 Prozent im letzten Jahrzehnt entspricht. Wie in den Vorjahren verzeichneten Gummi- und Kunststoffschuhe den deutlichsten Preisanstieg (+14,4 Prozent). Der Exportpreis für Lederschuhe stieg nur geringfügig um 0,8 Prozent.

Betrachtet man den Exportwert, so machen Lederschuhe aufgrund ihres höheren Durchschnittspreises über ein Drittel des Gesamtwerts aus. Gemessen am Volumen der exportierten Schuhe liegen Gummi- und Kunststoffschuhe an der Spitze.

Hier können Sie das World Footwear Yearbook bestellen.

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