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Umsatzverluste für Gabor

Vorstandsvorsitzender Achim Gabor

Rosenheimer Schuhhersteller erlöst 17 Prozent weniger als im Vorjahr

Die Gabor Shoes AG erzielte 2020 einen Umsatz von 301 Millionen Euro. Das waren 17 Prozent weniger als im Vorjahr, als der Umsatz inklusive Lizenzen, Gabor Shop & Store GmbH und Gabor Footwear GmbH noch bei 362 Millionen Euro lag. Abgesetzt wurden insgesamt 6,7 Millionen Paar Schuhe. Ein Jahr zuvor waren es 8,1 Millionen.

Mit den Schuhen der Marken Gabor, Rollingsoft und Pius Gabor wurden 279 Millionen Euro Umsatz erreicht, 22 Millionen Euro wurden mit Lizenzen erzielt. Der Exportanteil lag bei 45 Prozent. Die Zahl der Mitarbeiter betrug per 31. Dezember 2020 rund 2.900 (3.095), davon knapp 400 in Deutschland und 2.500 in den beiden europäischen Werken in Portugal und der Slowakei.

„Die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise und weltweiter Lockdowns erreichen uns als Hersteller zum Teil erst zeitversetzt“, kommentiert Vorstandsvorsitzender Achim Gabor die Zahlen. „Umfangreiche Unterstützungsprogramme für den Handel, weitgehend ausgefallene Nachbestellungen, Zahlungsausfälle und Belastungen durch Kurzarbeit in den Werken hatten jedoch spürbare Auswirkungen für uns.“

Auch für das Jahr 2021 rechnet Gabor mit erheblichen Umsatzeinbußen aufgrund nochmals deutlich reduzierter Erstorders. Dennoch sieht sich das Unternehmen für die Zukunft gut gewappnet. „Wir haben in der Vergangenheit solide gewirtschaftet und sind daher auch in dieser herausfordernden Situation voll handlungs- und investitionsfähig“, so Gabor. Man werde weiter in attraktive Kollektionen und deren Bewerbung investieren und das Unterstützungspaket für den Handel verlängern. „Die weitere Digitalisierung erfordert zusätzliche Mittel, doch auch das können wir stemmen“, so Gabor, den der „erfolgreiche Start“ der Herrenschuhmarke Pius Gabor, der „erfreuliche Launch“ der Rollingsoft-Herrenkollektion sowie das weiter wachsende Online-Business positiv stimmen.

Mit dem Gabor-Onlineshop, der aufgrund seines Marktplatz-Prinzips die stationären Handelspartner mit einbezieht, hätten teilnehmende Gabor-Partner Teile des fehlenden stationären Geschäfts ausgleichen können. Im Ausblick zeigt sich Achim Gabor optimistisch: „Sofern das Geschäft im Handel ab Frühjahr wieder einigermaßen normal läuft, werden wir 2022 wieder zulegen können.“

 

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