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Ukraine-Krieg überschattet Micam

Motiv aus der aktuellen Micam-Kampagne

821 Marken werden auf italienischer Schuhmesse erwartet

Überschattet vom Krieg in der Ukraine geht die internationale Schuhmesse Micam Milano an den Start. 821 Marken stellen vom 13. bis 15. März auf dem Messegelände Fiera Milano Rho ihre Kollektionen für Herbst/Winter 2022/23 aus. Zu den Marken, die auf die Messe zurückkehren, gehören Bikkembergs, Frau, Jeep, Nero Giardini, Nine West und Wrangler.

Viel Raum für Nachhaltigkeit bietet die Micam in diesem Jahr mit der neuen Green Zone, einer Fläche. Der Bereich wird im Pavillon 7 eingerichtet und richtet sich an alle, die sich in der Branche mit dem Thema Nachhaltigkeit auseinandersetzen möchten. Der Pavillon wird in verschiedene Bereiche unterteilt, darunter eine Sonderausstellung mit Schuhen der Aussteller, die eine Reihe provokanter Ideen zur Nachhaltigkeit von Materialien, Produktionssystemen und Produktlebenszyklen präsentieren werden.

Die italienische Schuhindustrie zeigte 2021 Anzeichen eines Aufschwungs. Im vergangenen Jahr stieg der Umsatz gegenüber 2020 um 18,7 Prozent auf 12,7 Milliarden Euro. Dies ist jedoch immer noch niedriger als die Zahlen vor Covid (-11 Prozent im Vergleich zu 2019). Die Exporte (+17,5 Prozent) erreichten mit 10,3 Milliarden Euro selbst unter Berücksichtigung der Inflation das zweitbeste Ergebnis aller Zeiten. Besonders gut schnitten die beiden Top-Destinationen ab: die Schweiz (+16,2 % wertmäßig gegenüber 2020 in den ersten 11 Monaten) und Frankreich (+24 %), für die italienische Schuhhersteller traditionell Auftragsarbeiten übernehmen. Auch die USA (+42 %) und China (+37,5 %) lagen ebenfalls deutlich über dem Niveau von 2019.

„Nach dem Einbruch von 2020, einem Jahr, das stark durch den Lockdown und die während der verschiedenen Wellen der Pandemie auferlegten Beschränkungen geprägt war, hat die Branche im zweiten Quartal 2021 wieder Fahrt aufgenommen“, so Siro Badon, Vorsitzender des Schuhverbandes Assocalzaturifici. „Diese Erholung ist jedoch uneinheitlich und oft nicht ausreichend, um die Verluste der Unternehmen auszugleichen. Nur eines von drei Unternehmen ist wieder auf das Niveau vor der Corona-Krise zurückgekehrt. Die Hersteller freuen sich daher auf die Micam.

Besorgt zeigt sich Bardon „über die dramatischen Folgen“, die die Wirtschaftssanktionen gegen das russische Bankensystem infolge des Ukraine-Konflikts für den Absatz italienischer Unternehmen auf diesem wichtigen Markt haben werden. Die bisherige Orderrunde sei trotz anhaltender Pandemie, politischer Spannungen und Instabilität sehr vielversprechend verlaufen. Aber jetzt hätten der „Einbruch der russischen Währung und die Unmöglichkeit, Finanztransaktionen mit einer Reihe von Banken durchzuführen, eine weitere Saison gefährdet“.

 

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