Betrieb beim Membrananbieter soll weiter laufen
Die Sympatex Technologies GmbH hat am 22. Januar beim Amtsgericht München einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens wegen Zahlungsunfähigkeit gestellt. Das Gericht hat dem Antrag zugestimmt und die vorläufige Insolvenzverwaltung angeordnet. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Axel W. Bierbach von der Kanzlei Müller-Heydenreich Bierbach & Kollegen bestellt. Gleichzeitig wurde auch über die Muttergesellschaft, die Smart Solutions Holding GmbH, ein Insolvenzantrag gestellt.
Die Geschäftsführung begründet den Schritt mit anhaltenden wirtschaftlichen Belastungen, die zuletzt nicht mehr allein über den laufenden Betrieb ausgeglichen werden konnten. Geschäftsführerin Kim Scholze betont, dass das Verfahren den strukturierten Rahmen für eine Sanierung und Neuausrichtung des Unternehmens bietet.
Der operative Geschäftsbetrieb von Sympatex läuft nach Angaben des Unternehmens weiterhin uneingeschränkt. Kundenaufträge sollen wie geplant bearbeitet werden, und die Mitarbeiter sowie Lieferanten wurden bereits über die Situation informiert. Die Löhne und Gehälter der rund 70 Beschäftigten sind bis Ende März 2026 über Insolvenzgeld gesichert.
Der vorläufige Insolvenzverwalter Axel W. Bierbach kündigte an, sämtliche Optionen für die Fortführung des Unternehmens zu prüfen. Ziel sei es, die technologische Substanz und das Spezialwissen der Mitarbeiter zu sichern und Sympatex wirtschaftlich zu stabilisieren.
Sympatex entwickelt und produziert seit 1986 Membrantechnologie an europäischen Standorten, die unter anderem in funktionaler Bekleidung, Schuhen sowie in Berufskleidung und persönlicher Schutzausrüstung eingesetzt wird. Die Membranen sind PFAS-frei, teilweise biobasiert, wasserdicht, winddicht und atmungsaktiv. Das Unternehmen verfolgt einen Fokus auf Recyclingfähigkeit und nachhaltige Produktentwicklung.








