Private-Label-Geschäft weiter unter Druck
Der US-Schuhanbieter Steve Madden stellt sich nach einem herausfordernden Geschäftsjahr 2025 auf anhaltende Unsicherheiten im laufenden Jahr ein. Belastend wirken insbesondere die unter Präsident Donald Trump erneut verschärften Importzölle sowie die anhaltende Schwäche im margenärmeren Private-Label-Geschäft.
Wie Vorstandschef Edward Rosenfeld im Rahmen der Bilanzvorlage für das vierte Quartal 2025 erklärte, verzichtet das Unternehmen angesichts der schwer kalkulierbaren Zollpolitik auf eine konkrete Gewinnprognose für das Geschäftsjahr 2026. Die jüngsten politischen Entwicklungen und kurzfristigen Richtungswechsel in der Handelspolitik hätten die Planbarkeit erheblich erschwert. Vor diesem Hintergrund sehe man es als nicht verantwortbar an, eine belastbare Ergebnisprognose abzugeben.
Bereits 2025 war von den Auswirkungen neuer Importzölle geprägt. Besonders deutlich zeigte sich dies im Private-Label-Segment, dessen Umsatz im Gesamtjahr um 15 Prozent zurückging. Für 2026 erwartet das Unternehmen hier einen weiteren Rückgang von nahezu 20 Prozent. Da Preismaßnahmen und Rabattstrategien in diesem Geschäftsbereich weitgehend von Handelspartnern bestimmt werden, verfüge Steve Madden nur über begrenzte Steuerungsmöglichkeiten, um kurzfristig gegenzusteuern. Einzelne Kunden hätten ihre Bestellungen vorübergehend reduziert, hieß es.
Trotz dieser Belastungsfaktoren prognostiziert das Unternehmen für das Gesamtjahr 2026 ein Umsatzwachstum zwischen neun und elf Prozent im Vergleich zu 2025. Für das erste Quartal wird ein Plus von 15 bis 17 Prozent erwartet.








