Sven Voth will Marke neu positionieren
Die Sporthandelskette Hervis hat einen neuen Eigentümer: Die Spar Österreichische Warenhandels-AG hat das Unternehmen an den deutschen Unternehmer und Snipes-Gründer Sven Voth sowie Udo Schloemer, Gründer der Berliner Factory, verkauft. Mit der Übernahme gehen alle 134 Standorte in Österreich, Slowenien, Kroatien und Bayern sowie sämtliche Mitarbeiter auf die neuen Eigentümer über. Signing und Closing der Transaktion erfolgten am 23. Januar 2026; über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.
Hervis war über 50 Jahre Teil der Spar-Gruppe. Das Unternehmen verfügt heute über eine hohe Markenbekanntheit und gilt als einer der größten Sportfachmärkte in Mitteleuropa. Ende 2025 zählte Hervis in Österreich 91 Filialen und weitere 43 Standorte in den angrenzenden Märkten. Der Jahresumsatz lag bei 314 Millionen Euro. In den Jahren 2023 und 2024 hatte Hervis jedoch Verluste in Höhe von über 100 Millionen Euro verzeichnet, was Spar unter anderem zum Verkauf bewog. Der Handelskonzern will sich künftig auf sein Kerngeschäft Lebensmittelhandel sowie auf den Shoppingcenter- und Immobilienbereich konzentrieren.
Die neuen Eigentümer kündigten an, die Marke Hervis zu erhalten, jedoch das Geschäftsmodell neu auszurichten. Im Fokus stehe eine Anpassung an veränderte Kundenbedürfnisse sowie die wachsende Bedeutung neuer Sport- und Bewegungsformen. Auch die Nutzung digitaler Vertriebskanäle und die Optimierung des Sortiments sollen Teil des Veränderungsprozesses sein. Sven Voth erklärte, das Unternehmen zunächst ins Jahr 2026 zu führen und dann Schritt für Schritt strategisch neu zu positionieren. Die Ergebnisse der Evaluierung und daraus abgeleitete Maßnahmen sollen in den kommenden Monaten vorgestellt werden.
Für Kunden ändert sich im laufenden Geschäftsbetrieb nichts. Gutscheine behalten ihre Gültigkeit, Online-Bestellungen werden wie gewohnt abgewickelt, und Service- sowie Gewährleistungsfälle werden weiter bearbeitet.








