Shopping-Center: Services und Mischnutzungen im Fokus

Ergebnisse der EHI-Studie „Centermanagement im Fokus 2026“

Shopping-Center bleiben zentrale Bezugs- und Aufenthaltsorte im Alltag, stehen jedoch unter zunehmendem Wettbewerbsdruck. Die neue Studie „Centermanagement im Fokus 2026“ des EHI Retail Institute in Kooperation mit dem GCSP zeigt, wie Center auf diese Herausforderungen reagieren.

Stabilisierung der Mieteinnahmen

Die Entwicklung des Mietvolumens hat sich im Vergleich zu vor zwei Jahren stabilisiert: In 34 Prozent der Center stiegen die Einnahmen, in 33 Prozent blieben sie konstant, und in 34 Prozent gingen sie zurück. Gestiegene Einnahmen resultieren häufig aus Indexanpassungen oder erfolgreicher Vermietung von Leerständen. Rückläufige Einnahmen sind vor allem auf Nachvermietungen zu geringeren Mieten oder auf Mietnachlässe zurückzuführen. Lena Knopf, Leiterin Handelsimmobilien & Expansion beim EHI, betont: „Mietanpassungen helfen, Leerstände kurzfristig zu reduzieren, ersetzen jedoch keine konzeptionellen Anpassungen.“

Veränderungen bei Services

Zentrale Serviceangebote in Shopping-Centern haben sich teils reduziert: Infopoints finden sich nur noch in 30 Prozent der Center (-21 Prozentpunkte), Desinfektionsspender (-20), Center-Apps bzw. digitale Kundenkarten (-15), kostenloses WLAN (-14) und Centergutscheine (-12) sind ebenfalls seltener. Zunehmend bieten Center jedoch Paketstationen (+12) und E-Ladesäulen (+10) an.

Mischnutzungen im Trend

Jedes fünfte Center (20 Prozent) plant, Retail-Flächen zu verkleinern und stattdessen Mischnutzungen auszubauen, vor allem aus den Bereichen Büro (56 Prozent), Gesundheitswesen (49 Prozent) und Freizeit (39 Prozent). Eine Reduzierung der Retail-Fläche ist bei 71 Prozent der Center nicht vorgesehen, 9 Prozent haben ihre Verkaufsflächen bereits innerhalb der letzten fünf Jahre verkleinert.

Leerstandssituation

Die Leerstandssituation hat sich stabilisiert, teilweise durch angepasste Leasingstrategien und Reduzierung der Retail-Fläche. Vor der Pandemie waren geringe Leerstandsquoten deutlich verbreiteter als jetzt. Mittlerweile nähert sich die Verteilung von Leerstand einer 50-50-Linie an – etwa jedes zweite Center (53 Prozent) verfügt über Leerstand von bis zu 5 Prozent der Retail-Mietfläche und ebenfalls etwa jedes zweite Center (47 Prozent) misst eine Leerstandsfläche von mehr als 5 Prozent der Retail-Mietfläche.

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