Ursache ist die Insolvenz eines wichtigen portugiesischen Lieferanten
Die Schuhhaus Georg Horsch GmbH hat beim zuständigen Insolvenzgericht einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Hintergrund sei die Insolvenz eines bedeutenden Lieferanten in Portugal, die kurzfristig zu spürbaren Störungen in der Warenverfügbarkeit geführt habe, so Geschäftsführer Felix C. Horsch gegenüber SHOEZ. Die Situation trifft das Unternehmen in einer ohnehin angespannten Lage im deutschen Einzelhandel, geprägt von Kaufzurückhaltung und hohen Kostenbelastungen.
Trotz der Antragstellung bleibt der Geschäftsbetrieb unverändert: Sowohl der Onlineshop als auch die stationären Filialen in Stuttgart und Düsseldorf sind geöffnet. Das traditionsreiche Unternehmen ist auf Schuhe in Über- und Untergrößen spezialisiert und will im Rahmen des vorläufigen Verfahrens eine Stabilisierung erreichen und eine tragfähige Zukunftslösung entwickeln.
„Der Lieferantenausfall in Portugal hat uns in einer Phase getroffen, in der der gesamte Handel in Deutschland mit Kaufzurückhaltung und hohen Kosten zu kämpfen hat“, erklärt Horsch. „Wir haben in den vergangenen Monaten alles unternommen, um die schwierige Absatzsituation abzufedern. Der Lieferantenausfall war der konkrete Auslöser für den Insolvenzantrag. Wichtig ist nun, dass wir weiterhin für unsere Kundinnen und Kunden da sind – online wie in unseren Filialen – und an einer nachhaltigen Sanierung arbeiten.“
Das Insolvenzgericht hat Rechtsanwältin Nora Sickeler zur vorläufigen Insolvenzverwalterin bestellt. Gemeinsam mit der Geschäftsführung werden Maßnahmen ergriffen, um die Fortführung des Betriebs sicherzustellen, die Warenversorgung zu stabilisieren und die Grundlage für eine tragfähige Sanierung – einschließlich Gesprächen mit Partnern und potenziellen Investoren – zu schaffen.
„Entscheidend ist, dass die Kundinnen und Kunden weiterhin zuverlässig bestellen und einkaufen können“, so Sickeler. „Der Betrieb wird fortgeführt, die Standorte bleiben geöffnet, und wir arbeiten daran, die Versorgung kurzfristig zu sichern. Jeder Einkauf unterstützt das Unternehmen, die Basis für eine erfolgreiche Sanierung zu legen.“








